Köln
Nick Griffin, Vorsitzender der rechtsextremen British National Party (BNP), soll beim „Anti-Islamisierungskongress“ von „pro Köln“ und „pro NRW“ am 20. September als Redner auftreten.
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OIC slams anti-Islam congress in Germany
Arab NewsJEDDAH: The Organization of the Islamic Conference (OIC) has expressed serious concerns about reports that an far right group is holding an anti-Islam conference in the German city of Cologne in September. A spokesman for the OIC’s Islamophobia Observatory in Jeddah said in a statement issued yesterday that the proposed conference was aimed at arousing anti-Muslim sentiments in Europe and that it would pose a threat to inter-communal peace and harmony in society.
The right-wing extremist group Pro Koln is organizing the event on Sept. 19-20, with the aim of issuing a declaration against the purported “Islami-fication” of Europe.
The meeting is expected to be attended by some of the most inflammatory names in European race politics, including Jean-Marie Le Pen of France, Austria’s Heinz-Christian Strache, and Belgium’s Filip Dewinter.
The organizers of the conference are motivated by racial hatred and xenophobia, said the OIC spokesman.
“The OIC hopes that all segments of society in Germany and other parts of Europe will come out strongly against the holding of such a conference, and reject the proponents of hatred and racism,” he said in the statement.
Various international groups have condemned Pro Koln for organizing the conference and called for public initiatives to confront efforts to spread the right-wing propaganda against people of other ethnic or religious groups.
Meanwhile, German Jewish writer and Holocaust survivor Ralph Giordano has come out strongly against the planned conference.
He said his protests against the “symptoms of a political and militant Islam” have always been based on his desire to “protect the constitutional state based on fundamental rights.”
“Pro Koln doesn’t want any democracy at all,” Giordano said, adding that he would “defend any Muslim who is affected by anti-foreigner feeling or xenophobia.”
Teheran (Reuters) – Ein von Rechtsradikalen in Köln geplanter „Anti-Islamisierungskongress“ hat im Iran für Empörung gesorgt.
Die Regierung in Teheran forderte die französische EU-Ratspräsidentschaft auf, die für den 19. und 20. September angesetzte Veranstaltung zu verhindern, wie die amtliche Nachrichtenagentur Irna am Mittwoch berichtete. Demnach bestellte das iranische Außenministerium den Geschäftsträger der französischen Botschaft zum Gespräch ein, um Bedenken über die „zunehmende Islam-Feindlichkeit“ zu äußern. Der französische Gesandte habe jede Art von Rassismus verurteilt und versprochen, der Sache nachzugehen, meldete Irna weiter.
Der „Anti-Islamisierungskongress“ gegen den Bau von Moscheen wird von den Bürgerbewegungen pro Köln und pro NRW organisiert. Nach Angaben der pro-NRW-Internetseite haben eine Reihe von Rechtsradikalen ihre Teilnahme zugesagt, darunter auch der französische Rechtspopulist Jean Marie Le Pen. Auch der 2006 aus der CDU ausgetretene Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche soll als Redner auftreten.
Protest gegen Anti-Islamisierungskongress wächst
K ö l n (idea) – In Köln wächst der Protest gegen einen Anti-Islamisierungskongress, der vom 19. bis 21. September in der Domstadt stattfinden soll. Organisiert wird das Ereignis von der Bürgerbewegung „pro Köln“ und „pro NRW“.
Sie wird aufgrund ihrer Nähe zu rechtsextremistischen Organisationen vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz beobachtet. Wie es in der Ankündigung heißt, wollen die Veranstalter ein Zeichen gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ setzen. Köln sei angesichts der Diskussion um die inzwischen genehmigte Großmoschee zu einem symbolträchtigen Ort in der „europaweiten Auseinandersetzung mit der Islamisierung und Überfremdung des Abendlandes“ geworden. Der Vorsitzende der Bewegung, der Leverkusener Rechtsanwalt Markus Beisicht, sieht in der wachsenden Zahl von Moscheen und islamischen Gebetsräumen eine Bedrohung: „Es droht eine islamische Parallelgesellschaft sich auch in Köln zu verfestigen, deren innere Entwicklung und äußere Expansion eine Gefahr für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung darstellt.“ Zudem gelte es wachsam gegenüber dem islamistischen Terror zu sein. Schließlich seien in der Vergangenheit Anschläge nicht selten in Moscheen und ähnlichen Religionszentren vorbereitet worden.
Breite Kritik von Kirchen bis Islamisten
Neben Gewerkschaften, Vertreter aus Wirtschaft, Politik und linken Bewegungen wendet sich auch die Evangelische Kirche in Köln und Region gegen den Kongress. Der stellvertretende Superintendent Rolf Domning erklärte, er sei „verstört“ bei der Vorstellung, dass „Rechtsextremisten in unserer Stadt aufmarschieren“ wollen. Man wolle „alles in unserer Macht Stehende unternehmen“, um die Zusammenkunft zu verhindern. Auch die vom Verfassungsschutz als islamistisch eingestufte „Islamische Gemeinschaft Mili Görüs“ wendet sich gegen den Kongress und den Ausrichter. Wie es in einem Bericht der Organisation heißt, wollten die „Rechtspopulisten (…) eine Sammelbewegung für antiislamische Ressentiments bilden“.Bis zu 40.000 Gegendemonstranten
Die Organisatoren des Kongresses rechnen mit bis zu 1.000 Teilnehmern. Die Polizei geht von 40.000 Gegendemonstranten aus. Auch Politiker der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) sowie der als rechtsextremistisch geltenden belgischen Partei „Vlaams Belang“ werden erwartet. Auch der Chef der französischen Nationalen Front, Jean-Marie Le Pen, hat sich angekündigt. Inzwischen hat die Regierung des Iran die französische EU-Ratspräsidentschaft aufgefordert, den Kongress zu verhindern.Gewalt schon vor der Veranstaltung
Bereits einige Wochen vor der Veranstaltung gab es laut den Organisatoren einen Gewaltakt gegen das Büro der Bürgerbewegung. So warfen unbekannte Täter Fensterscheiben ein und verschmierten die Hausfassade mit Farbbomben. Zuvor seien bei einem Info-Stand der Leverkusener Oberbürgermeisterkandidat von „pro NRW“, Jörg Uckermann, und ein weiteres Mitglied der Bewegung von „gewalttätigen Linkskriminellen“ zu Boden geschlagen worden.Nicht mit einem von „Pro NRW“
Von Thomas Janse
29. August 2008 Andreas Heider wäre gerne zur Benefizveranstaltung zugunsten der Kirche St. Lucia in Immekeppel, des sogenannten Sülztaler Doms, gekommen. Bis der Overather Bürgermeister erfuhr, dass der Vorsitzende des einladenden Kirchbauvereins St. Lucia Immekeppel Christoph Heger heißt.
Der hatte sich einige Monate zuvor als Mitglied des Vereins „Pro NRW“ zu erkennen gegeben. Dieser ist ein Ableger des Vereins „Pro Köln“, der im Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen unter der Rubrik „Rechtsextremismus“ firmiert. Der Christliche Demokrat Heider sagte daraufhin seine Teilnahme ab.
AdTagV3(‘468′,’60′,’100′,’BANNER’);Er wolle weder privat noch als Bürgermeister mit Leuten am Tisch sitzen, die rechtes Gedankengut verbreiten – „und mögen sie sich nach außen noch so rechtschaffen, bieder und fromm gebärden“, teilte er Dechant Gereon Bonnacker mit. Der Landtagsabgeordnete Rainer Deppe (CDU) schickte aus demselben Grund ebenfalls eine Absage an Bonnacker.
Um weiteren Schaden abzuwenden, überredete Dechant Bonnacker Heger daraufhin, als Vorsitzender des Kirchbauvereins zurückzutreten. Ihn auch zum Verzicht auf sein Amt im Kirchenvorstand der Gemeinde St. Lucia zu bewegen, versuchte er vergeblich. Er werde nicht zurücktreten, er sei ja schließlich gewählt, sagte Heger der Zeitung „Kölner Stadt-Anzeiger“. Zudem tauchten auf den Internetseiten von „Pro NRW“ die Schreiben von Heider und Deppe an Dechant Bonnacker unter der Überschrift „CDU-Schickeria im Rheinisch-Bergischen Kreis läuft Amok“ auf.
Das Erzbistum Köln nennt die Situation in Overath „unerfreulich“, möchte sich aber aus dem „parteipolitischen“ Streit heraushalten, obwohl man durchaus eine dezidierte Meinung über „Pro NRW“ habe, wie es heißt. Der Vorwurf aus Köln lautet, Heger habe gegenüber dem Kirchenvorstand einen Vertrauensbruch begangen, weil er die an den Dechanten adressierten Briefe im Internet veröffentlicht habe.
Das Generalvikariat sähe es deshalb gerne, wenn Heger den Kirchenvorstand verlässt. Eine rechtliche Handhabe, um ihn hierzu zu zwingen, gebe es aber nicht. Es handele sich schließlich um ein Ehrenamt. Die nächsten Wahlen zum Kirchenvorstand sind im November 2009.
Text: F.A.Z.
Müssen Hetzer zu Hause bleiben?
Teilnehmer des vom 19. bis 21. September in Köln geplanten »Antiislamisierungskongresses « müssen mit einem Einreiseverbot rechnen. Das geht aus einer Anfrage der Fraktion Die Linke im Bundestag hervor. Danach halte die Bundesregierung eine solche Maßnahme »für ein geeignetes Mittel, im Rahmen der Gefahrenvorsorge die Einreise potentieller Straftäter in die Bundesrepublik Deutschland zu verhindern«. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wolle sie jedoch keine konkreten Angaben dazu machen, ob und inwieweit dieses Instrumentarium »gegenüber einem bestimmten Personenkreis« in Anspruch genommen werde, so die Bundesregierung.
Um wen es sich bei diesen »potentiellen Straftätern« handeln könnte, offenbart ein Blick in die Mobilisierungszeitung des zweitägigen Kongresses, der vom rechtspopulistischen Verein »Pro Köln« in Kooperation mit mehreren europäischen Rechtsparteien organisiert wird. Dort ist als einer der Hauptredner Jean-Marie Le Pen angekündigt. Auch der vorbestrafte italienische Europaparlamentarier Mario Borghezio soll laut Veranstalter auf der zentralen Kundgebung in der Kölner Innenstadt auftreten. Der Politiker der rechtsgerichteten Regionalpartei Lega Nord war im Oktober 2005 zu fünf Monaten Haft verurteilt worden, weil er in Turin Zelte von Immigranten angezündet hatte, die unter einer Brücke schliefen. Der Fraktionsvorsitzender der rechtsextremistischen Partei»Vlaams Belang« (VB) im belgischen Parlament, Filip Dewinter, ist ebenso als Hauptredner in Köln vorgesehen wie FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.
Mit dem europaweiten Kongreß versucht »Pro Köln«, an die Erfolge rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien in anderen EU-Ländern anzuknüpfen. Der Verein, der vor einigen Jahren von ehemaligen Funktionären der Republikaner aus der Taufe gehoben wurde, gilt als Keimzelle einer bundesweiten »Pro-Bewegung«, die sich zwischen CDU und NPD positionieren will. Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen und verfügt außerhalb Nordrhein-Westfalens nur über einige Ableger wie »Pro München« oder »Pro Erfurt«.
Und dann noch eine Aktion Wasserschlag
Von Eberhard Reinecke
Falsche Behauptung im InternetIm Zusammenhang mit der von ihr initiierten sogenannten Bürgeranhörung vom 15. Mai 2008 in Ehrenfeld stellte pro Köln einen Video-Film ins Netz, der den Ablauf der Anhörung dokumentieren sollte. Breit ins Bild gerückt ließ pro Köln dabei einen ihrer „sachkundigen Einwohner“ über den Ratsherrn Claus Ludwig erklären, dieser habe bei einer Anti-Moschee-Demonstration im Jahre 2007 versucht, NPD-Leute zu befreien.
Diese falsche Behauptung wurde sowohl gegenüber der sogenannten Bürgerbewegung pro Köln, wie gegenüber dem Verantwortlichen der Website, Manfred Rouhs, abgemahnt. Beide verpflichteten sich zur Zahlung einer Vertragsstrafe von jeweils 5.100 Euro an Claus Ludwig, falls diese Behauptung wiederholt würde. Während die Kurzfassung des Videos, die bei You Tube zu sehen war, kurzfristig und vollständig aus dem Netz genommen wurde, stellte Rouhs als Verantwortlicher der Website für pro Köln nur eine unzureichend gereinigte Fassung des Filmes ins Netz. Die Szenen, in denen der „sachkundige Bürger“ offen in die Kamera sprach, waren zwar gelöscht, eine weitere Szene, bei der diese Person nicht mehr zu sehen, aber mit derselben falschen Behauptung noch zu hören war, wurde hingegen nicht gelöscht. Damit war klar, dass zwei mal 5.100 Euro gezahlt werden mussten, einmal von der Bürgerbewegung und einmal von Manfred Rouhs. Die Zahlung erfolgte auch brav am 30.Juni.
Wer will diesen Haufen eigentlich ernst nehmen, der für Sauberkeit in Politik und Stadt eintritt, aber nicht einmal den eigenen Internetauftritt sauber halten kann?
Vertragsstrafe geht an den Widerstand
In einer Pressekonferenz am 4. Juli teilte Ratsherr Claus Ludwig mit, wofür er diesen unerwarteten Geldsegen verwenden will. Getreu der Devise „Dahin gehen, wo es weh tut“, soll die unfreiwillige Spende von pro Köln vor allem zum Kampf gegen pro Köln Verwendung finden, dabei wieder besonders zur Vorbereitung der Aktionen gegen deren Anti-Islam-Kongress im September 2008.
Claus Ludwig kündigte an: „1.500 Euro gehen an das „Bündnis gegen Pro Köln“, das maßgeblich die Aktionen zur Verhinderung des rassistischen „Anti-Islam-Kongresses“ am 20.9.08 organisiert.“ Weiteres Geld soll laut Ludwig an die „Schüler gegen Rechts“ gehen, die Anfang September einen Kongress veranstalten, sowie an die die Linksjugend, die am 22. August ein Hiphop-Konzert und einen Aktionstag gegen pro Köln durchführt. 1.000 Euro gehen an die Sozialistische Alternative (SAV) für ihr antifaschistisches Zeitungsprojekt „Resistance“. 1.000 Euro sollen den Grundstock für die juristische Unterstützung von Kölner Antifaschisten bilden, 1.000 Euro gehen zum selben Zweck nach Aachen. Auch das Projekt Amaro Kher des Rom.e.V. (eines der Hassobjekte von pro Köln) wird etwas von dem Geld erhalten.
So erfreulich die Zahlung ist. Dass pro Köln offenbar genügend Mittel hat, um unproblematisch einen solchen Betrag abzudrücken, muss auch nachdenklich stimmen.
Warum zahlt Rouhs seine Vertragsstrafe nicht selbst?
Damit ist die Geschichte allerdings noch nicht zu Ende. In meiner Presseerklärung hatte ich ausgeführt: „Problematisch erscheint die Zahlung der Vertragsstrafe für Herrn Rouhs. Da uns die internen Vereinbarungen zwischen Herrn Rouhs und der Bürgerbewegung nicht bekannt sind, müssen wir von den von außen feststellbaren Tatsachen ausgehen: Danach hat die Bürgerbewegung selbst lediglich 5.100 Euro zu bezahlen, Herr Rouhs persönlich als Verantwortlicher des Internet-Auftrittes ebenfalls 5.100 Euro. Da Herr Rouhs für den Internetauftritt verantwortlich ist, müsste an sich erwartet werden, dass er persönlich Pro Köln von der Zahlung der Vertragsstrafe freistellt, da er als Verantwortlicher des Internet-Auftrittes für eine sorgfältige Löschung der zu unterlassenen Äußerungen hätte sorgen müssen. Wir wissen nicht, von welchem Konto die Zahlung bei uns einging, auf jeden Fall war es eine einheitliche Zahlung und als Absenderangabe „Bürgerbewegung Pro Köln e.V.“.
Danach hat es den Anschein, dass die Zahlung aus dem Vereinsvermögen erfolgte. Nun gehört es allerdings im Rahmen von Aktiengesellschaft und GmbH zu den geklärten Fragen, dass zumindest im Strafrecht verhängte Geldstrafen oder Geldbußen niemals von den Firmen für ihre Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder übernommen werden dürfen, sondern von diesen selbst zu zahlen sind. Im eingetragenen Verein gilt im Prinzip nichts anderes, für zivilrechtliche Vertragsstrafen kann ebenfalls nichts anderes gelten. Das bedeutet einerseits politisch, dass offenbar Herr Rouhs die ansonsten geforderte persönliche Verantwortung von Politikern für ihre Entscheidung bei sich selbst nicht ernst nimmt, sondern dass er wohl stattdessen zur Bestreitung der von ihm selbst zu zahlenden Strafe in die Vereinskasse greift. Strafrechtlich könnte dies durchaus bei den verantwortlich handelnden Personen den Tatbestand der Veruntreuung erfüllen; wir werden noch zu prüfen haben, ob wir diesen Sachverhalt der Staatsanwaltschaft Köln unterbreiten.“
Unwahrheiten zum neuen KVB-Vorstand
Im Zusammenhang mit der Wahl eines neuen Vorstandes der KVB musste pro Köln ebenfalls abgemahnt werden, hatten sie doch behauptet, die Vertragsverlängerung für den CDU-Mann Reinarz sei mit den „Klüngelgenossen der Linkspartei (!)“ beschlossen worden. Auch diese unwahre Behauptung wurde abgemahnt, auch insoweit hat pro Köln eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben.
Da pro Köln allerdings nur klammheimlich und für seine Leser nicht nachvollziehbar den Artikel in neuer Version ins Netz gestellt hat, haben wir nunmehr pro Köln auch noch aufgefordert, die ursprünglich falsche Behauptung richtig zu stellen. Wir werden diesen Anspruch auch gerichtlich durchsetzen, falls pro Köln dem nicht freiwillig nachkommen sollte.
Abmahnungen wegen eines Holocaust-Leugners
Die Methode zur Bereinigung der Geschichte versucht pro Köln nun mit diversen Abmahnungen wegen des Holocaust-Leugners Griffin zu perfektionieren. Wer zeitnah den Internetauftritt von pro Köln las, konnte dort unter dem 7. Mai 2008 unter der Jubelüberschrift „Immer mehr Zusagen aus ganz Europa!“ zunächst folgendes lesen: „Gut vier Monate vor dem großen Anti-Islamisierungskongreß der pro-Bewegung vom 19. bis zum 21. September 2008 in Köln gibt es immer mehr Zusagen aus ganz Europa für dieses aufsehenerregende Ereignis“ Und dann kam es: „Die wohl bekannteste Neuzusage aus Europa kommt derweil aus England: Nick Griffin, der Vorsitzende der patriotischen BNP, die vor kurzem trotz des für kleine Parteien sehr schwierigen Mehrheitswahlrechtes erstmals in den mächtigen Londoner Stadtrat einzog, wird als weiterer Gastredner am 20. September in Köln auftreten!“
Pech für pro Köln, dass diese „bekannteste Neuzusage“ in England wegen Leugnung des Holocaust verurteilt ist. Als auch pro Köln dämmerte, dass das der immer angestrebten Seriosität nicht gut tun könnte, wurde zunächst der Internetauftritt entsprechend bereinigt. Wer heute auf den Seiten von pro Köln den Artikel vom 7. Mai liest, findet dort kein Wort zu Griffin. Am 23. Juni werden dann noch einmal auf den Seiten von pro Köln und pro NRW die „Hauptredner“ aufgeführt. Griffin ist nicht dabei. Allerdings soll pro NRW am 23. Juni eine Pressemitteilung verschickt haben, die neben dem jetzt noch im Internet erreichbaren Artikel auch den Hinweis enthielt: „(WICHTIG: Der britische Politiker Nick Griffin gehört nicht wie von manchen Medien irrtümlicher Weise berichtet zu den Teilnehmern des Kongresses…)“
Fast kabarettreif
Unter dem 26. Juni liest man dann schon fast kabarettreif unter der Überschrift „Lügen und Falschbehauptungen im Vorfeld des Anti-Islamisierungskongresses“ auf den Seiten von pro Köln: „Die gut geölte Propagandamaschinerie gegen pro Köln und pro NRW läuft derzeit wieder auf Hochtouren. Von diversen linksextremen Gruppierungen werden Lügen und Falschbehauptungen über den Anti-Islamisierungskongreß der pro-Bewegung im September in Köln gestreut, die von uns nicht wohl gesonnenen Medien – gerade auch im Internet – begierig aufgegriffen werden. So schaffte es zum Beispiel eine bizarre Falschmeldung aus dem Internet über „ausländische Holocaustleugner auf dem Anti-Islamkongreß“ sogar in etablierten Medienapparat, während an anderer Stelle fälschlicherweise behauptet wird, daß die große öffentliche Abschlußkundgebung nicht auf dem Kölner Roncalliplatz stattfinden würde. Beide Behauptungen sind völlig aus der Luft gegriffen und werden wieder einmal ein juristisches Nachspiel haben – wie leider viel zu oft in der Vergangenheit.“
Das wird die „bekannteste Neuzusage aus Europa“ (7.5.) freuen, dass er auf einmal zur „bizarren Falschmeldung“ heruntergestuft wurde. Aber das hat System: An sich müsste pro Köln natürlich deutlich machen, warum sie sich nun von Nick Griffin absetzen und dieser nicht mehr reden soll. Doch wie soll eine solche Auseinandersetzung aussehen? Etwa so: Der ist prima, wenn er das mit der Auschwitz-Lüge lassen würde? Das verschreckt auch, denn mit einer weitergehenden Auseinandersetzung mit Griffins Politik gäbe es eventuell Krach mit anderen rabiateren Anhängern der pro Bewegung. Also tut man so, als hätte man ihn nie eingeladen.
Der Schlag ins Wasser
Entsprechend der Ankündigung von pro Köln vom 26. Juni wurden dann am 30. Juni Abmahnungen unter anderem auch an die NRhZ versandt – von einem Anwaltsbüro, in dessen Briefkopf u.a. die bekannten pro Köln-Mitglieder Markus Beisicht und Judith Wolter stehen. Gefordert wurde darin, die Behauptung zu unterlassen, Nick Griffin werde im September reden. So als hätte irgendjemand ein Interesse daran, den wichtigen Erfolg der antifaschistischen Bewegung zu unterschlagen, dass pro Köln sich nicht mehrtraut, an der Einladung von Griffin festzuhalten. Der DGB, dessen Vorsitzender auch abgemahnt wurde, reagierte sofort mit einer Presseerklärung, die die NRhZ, die ihn zitiert hatte, nachdruckte. Dreister als die Abmahnung selbst ist allerdings die Kostenforderung des pro Köln-Anwaltsbüros: Mehr als 750 Euro verlangt es pro Abmahnung – vielleicht um nach der Zahlung von 10.200 Euro den politischen Gegner jetzt auch mal zu schädigen.
Natürlich kann eine solche Abmahnung nicht erfolgreich sein, und natürlich kann auch weiter berichtet werden, dass pro Köln ursprünglich Nick Griffin angekündigt hatte, ihn jetzt aber wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen hat. Sollte es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen, werden wir natürlich gern darüber berichten. (PK)————–
Trommeln für den Untergang des Abendlands
In Nordrhein-Westfalen expandiert Pro Köln mit antiislamischen Parolen
Von Steffi Holz in Sozialistische Zeitung Juli / August 08, www.soz-plus.de
Einen groß aufgezogenen „Anti-Islamisierungskongress“ bereiten „Pro Köln“ und ihr regionaler Ableger „Pro NRW“ für den 19. bis 21.September vor. Zu der zweitägigen Veranstaltung werden rechtsextreme Politiker aus Österreich, Belgien, Frankreich und anderen europäischen Ländern erwartet. Damit wird zugleich der Kommunalwahlkampf in NRW im kommenden Jahr eingeläutet und für die Europawahlen getrommelt. (Siehe auch SoZ 3/08.)
Aus der „Bürgerbewegung pro Köln e.V.“ ist mittlerweile ein rechtes Netzwerk geworden, das sich im ganzen Land ausbreitet. Die Strategie besteht darin, Bürgerproteste gezielt aufzugreifen, um daraus politisches Kapital zu schlagen: Pro Köln initiiert Anwohnerproteste gegen soziale Einrichtungen für Drogenabhängige und psychisch kranke Straftäter. Seine Mitglieder engagieren sich gegen Flüchtlingsheime, stimmen gegen den Ausbau des Godorfer Hafens im Kölner Süden und wollen das Grillen in öffentlichen Parks verbieten.
Insbesondere beim vieldiskutierten Moscheebau im Kölner Stadtteil Ehrenfeld konnte Pro Köln in den vergangenen Jahren punkten. Mit Unterschriftensammlungen, die als Anwohnerinitiative getarnt sind, protestiert die Partei seit Mai 2006 öffentlichkeitswirksam gegen muslimische Gotteshäuser in Köln. „Wir haben zusammen mit den einheimischen Bürgern mächtig Sand ins Getriebe der Multikulti-Maschinerie gestreut“, freut sich der Vorsitzende von Pro Köln, Markus Beisicht.
„Pro Köln kennt keine ‘politische Korrektheit’“, betont die stellvertretende Vorsitzende Judith Wolter. Damit hebt sie auf eine Rhetorik ab, die derzeit Schreckensbilder von „Überfremdung“ und vom „Untergang des Abendlands“ heraufbeschwören. In Europa verbinden Medien, konservative Politiker und Kirchenvertreter die Debatte um den Islam seit dem 11.9.2001 mit politischem Fanatismus, Terrorismus, Zuwanderung und Integration. Moscheebauten stehen symbolisch für die vermeintliche Bedrohung des Abendlands durch islamistischen Fundamentalismus. Den sog. Minarettstreit nutzen zunehmend rechte Bewegungen, die das Feindbild Islam instrumentalisieren.
Wie salonfähig die Moscheekonflikte eine antiislamistische Rhetorik machen, zeigt nicht zuletzt der Übertritt des CDU-Politikers Jörg Uckermann zu den Kölner Rechtspopulisten. Der Kommunalpolitiker, gegen den im Dezember ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet wurde, war lange Jahre Ortsverbandsvorsitzender der CDU Ehrenfeld, wo die umstrittene Moschee gebaut werden soll.
Die Rechtspopulisten sitzen bereits seit 2004 im Kölner Rat. Mit minderheitenfeindlichen Ressentiments und islamfeindlichen Parolen konnten sie 4,7% der Stimmen gewinnen. Gegründet wurde die Partei 1996 unter anderem vom Rechtsanwalt Markus Beisicht und dem Verleger Manfred Rouhs. Viele Mitglieder von Pro Köln waren vorher in der NPD und bei den „Republikanern“. Die Partei streitet aber Verbindungen zur extremen politischen Rechten ab und versucht stattdessen in der bürgerlichen Mitte zu fischen. Platte „Ausländer-raus“-Parolen klingen bei Pro Köln dann so: Die Stadt solle „für die Zuwanderung von Ausländern aus bildungsfernen Schichten unattraktiv werden“.
Dass die Partei lokalpolitisch jedoch wenig handfeste Politik macht, zeigt eine Untersuchung der von der fünfköpfigen Fraktion im Rat eingebrachten Anträge im Jahr 2006. Selbst wo es um profane kommunale Probleme ging, schlug die Fraktion vor, Geld für städtebauliche Verschönerungen durch Streichung der Zuschüsse für „interkulturelle Kunstprojekte, Betreuung von Asylbewerbern“ und die „Anlaufstelle für Drogenabhängige“ aufzubringen.
Vom Verfassungsschutz wird Pro Köln unter dem Verdacht des Rechtsextremismus beobachtet, ihr im Januar 2005 gegründeter Bundesverband Pro Deutschland bisher nicht. Dem Konzept der braunen Angstmacher folgten seitdem Pro Hannover, Pro Berlin und Pro München. Nach der Wahlniederlage von Pro München bei den Kommunalwahlen in der bayrischen Landeshauptstadt am 1.März, konzentrieren sich die Aktivitäten jedoch auf Nordrhein-Westfalen. In etwa zwölf Städten des Landes gibt es inzwischen Kreisverbände der „Bürgerbewegung“, im Rheinland, im Ruhrgebiet und im Münsterland.
Zur Netzwerkarbeit gehört auch die Einbindung der jüngeren Generation in die Organisationen Jugend pro Köln und Jugend pro NRW. Mit der kostenlosen Schülerzeitung Objektiv, von der mittlerweile landesweit angeblich 10000 Exemplare verteilt werden, und mit Kampagnen und Flugblättern gegen türkische Jugendliche sollen an den Schulen neue Anhänger gewonnen werden.
Doch es gibt auch Stimmen gegen die braune Hetze, so zum Beispiel die Initiative „Schüler gegen rechts“ der Bezirksschülervertretung oder der „Kölner Appell gegen Rassismus“.
Steffi Holz ist Mitarbeiterin des Rheinischen JournalistInnenbüros in Köln.
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PADERBORN: Rechtspopulist verliert vor dem Arbeitsgericht
Fachlehrer Thomas Borgartz bleibt beurlaubt
Bielefeld (gär). Der OWL-Vorsitzende der rechtspopulistischen Bürgerbewegung pro NRW, Thomas Borgartz, ist mit seinem Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung vor dem Arbeitsgericht in Bielefeld gescheitert. Dies bestätigte ein Sprecher des Gerichts auf Anfrage. Danach muss das Technologie- und Bildungszentrum (tbz) Borgartz nicht mehr als Dozent beschäftigen.Wie berichtet, hatte der Bildungsträger den Fachlehrer Thomas Borgartz Ende Mai mit sofortiger Wirkung von seiner Tätigkeit suspendiert, nachdem dessen politisches Engagement publik geworden war. Die Bürgerbewegung pro NRW sah in diesem Schritt ein „rechtswidriges Verhalten“.
Das Bielefelder Arbeitsgericht argumentierte formal: Da der Vertrag von Borgartz nur bis zum 31. Juli befristet gewesen sei, habe es „kein dringendes Bedürfnis“ mehr gegeben, auch die letzten Wochen noch beim tbz zu arbeiten. Az: 6 GA 27/08
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Con’s und Pro’s
Rechtsextreme streben als Bürgerbewegung in Parlamente
Mit Tarnkappe und DeckmantelRechtsextremisten tarnen sich in zunehmend als Bürgerbewegung.
„Ängste und Vorurteile“ der Bevölkerung werden nach den Erkenntnissen einer aktuellen Studie von den Rechtspopulisten für ihren angestrebten Einzug in die Kommunalparlamente „instrumentalisiert“.
Mal geht es gegen einen Moscheebau, mal gegen die Prostitution auf dem Straßenstrich. Getarnt als Bürgerbewegungen, die sich „Pro Köln“, „Pro Gelsenkirchen“ oder „Pro Oberhausen“ nennen, wollen Rechtsextremisten bei der NRW-Kommunalwahl 2009 landesweit die Stadt- und Kreisparlamente erobern.
„Wir haben es mit einer neuen Form von rechter öffentlicher Selbstinszenierung zu tun: einem Rechtspopulismus inszeniert als ‘“Bürgerbewegung“, heißt es. Viele nutzen auch die öffentlichen Online-Foren der Presseverlage.
„Man sollte alarmiert sein über den „Stimmenfang mit rechtspopulistischer Hetze“.
Dabei, nehmen „sensationslüsterne Dramatisierungen“ über die angeblich schleichende Islamisierung oder das Scheitern der Multi-Kulti-Träumereien „manchmal schon hysterische Züge an“. Das Schüren von Ängsten und Vorurteilen gegenüber dem Islam stehe im Zentrum. Die Agitatoren suchen sich laut Studie lokale Ereignisse und Themen, um sich als bieder-brave Bürgervertreter anheischig zu machen.
Sie initiieren Unterschriftensammlungen, Petitionen und Bürgerentscheide. Bei allen Kampagnen gehe es um „Ordnung, Sicherheit, Sauberkeit – den klassischen Dreiklang des Rechtsextremismus“, sagt Alexander Häusler, der Autor der Studie „Rechtspopulismus in Gestalt einer Bürgerbewegung“.
Häusler will heraus gefunden haben, dass hinter den lokalen Bewegungen ein bundesweites Netzwerk von Rechtsextremisten steht, die in der 2005 gegründeten „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ (Pro D) kooperieren. Bei den Anti-Moschee-Kampagnen gebe es sogar europaweite Verbindungen. So verwies „Pro Köln“ regelmäßig auf Kontakte zu rechten Parteien wie dem Vlaams Belang in Belgien oder der FPÖ in Österreich. In Italien kündigte die rechtsextreme „Lega Nord“ jüngst in Bologna „einen Schweinetag“ gegen die dortigen Moscheebaupläne an.
Mit ihren Kampagnen versuchten die Pro-Aktivisten, „sich als Alternative zu rotem Filz und schwarzem Klüngel zu inszenieren“, erklärt Häusler. Ihre Strategie laute: Handlungsfähigkeit herstellen, Menschen binden, Wahlantritt.
Anschein von Seriosität
Nach einer Analyse von Pro-Flugblättern und -Broschüren kommt Häusler zu dem Befund: „Probleme, Ängste und Vorurteile werden schlagwortartig zugespitzt, undifferenziert miteinander vermischt und Feindbilder aufgebaut, um sich selbst als moralische Instanz und politische Ordnungskraft inszenieren zu können.“ Neben lokalen Aufregern beschäftigen sich die Rechten vor allem mit Politikerdiäten, Kriminalitätsentwicklung, Korruption und sozialer Gerechtigkeit. Allzu offener Rechtsextremismus werde vermieden, urteilt Häusler, weil dies die Deckmantel-Strategie gefährde.
In Anleitungen der Rechtspopulisten für Bürgerbegehren heißt es: „Der Text der Petition darf nicht ausländerfeindlich sein.“ Und: „Seriosität ist wichtig.“ Immer häufiger tauchen die Pro-Aktivisten laut Häuser vor Schulhöfen auf, um Jugendliche anzusprechen. „Die suchen ganz gezielt Nachwuchs.“
Von Johannes Nitschmann autharis
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23.06.2008 | 17:26 Uhr
POL-K: 080623-9-K Zur Pressemitteilung „Bürgerbewegung ProNRW“ vom Montag, 23.06.2008Köln (ots) – Mit dem Anmelder der politischen Versammlung am 20.09.2008, der „Bürgerbewegung ProKöln“, vertreten durch Herrn Rouhs, wurde am 21. Mai ein erstes Gespräch geführt. Ein weiteres Kooperationsgespräch, das unter anderem der Festlegung des Veranstaltungsortes dienen soll, wurde einvernehmlich für den 25.06.2008 vereinbart. Zum Inhalt der Pressemitteilung von „ProNRW“ kann aus diesem Grunde, insbesondere zum Veranstaltungsort, bis zum Gespräch mit dem eigentlichen Anmelder, keine Aussage getroffen werden. (cg)
Polizeipräsidium Köln
Leitungsstab / Pressestelle
Walter-Pauli-Ring 2-4
51103 Köln
Tel.: 0221/229-5555
E-Mail: pressestelle.koeln@polizei.nrw.de————
Wie Pro Köln die Wahrheit in Kerpen zurechtdreht
Die „rechte“ Perspektive
Von Gerrit WustmannLokaleshttp://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12532
Neue Biederkeit
„Alles was die wollen ist Aufmerksamkeit“, sagt Bernd Woidke, Lehrer an der Europaschule Kerpen und zuständig für die schuleigene Website (www.gymnasium-kerpen.eu). „Aus diesem Grund habe ich das Ereignis auf unserer Seite gar nicht erst erwähnt.“ Klar, wenn über 2.000 Schüler mal eben auf die Pro-Köln-Seite klicken, können die wieder behaupten, man würde sich für sie interessieren. Die Frage, ob man über solch einen vergleichsweise kleinen Zwischenfall berichten soll, ist durchaus nicht einfach zu beantworten. Natürlich straft man rechte Gruppierungen wie Pro Köln, wenn man sie ignoriert, während ihre Anhänger in Onlineforen wie „Grüne Pest“ oder „Rocknord“ danach gieren, in der Presse etwas über sich bzw. die vermeintlichen „linken“ respektive „manipulierten staatstreuen“ Übeltäter zu finden.
Andererseits zeigt ein Blick in eben jene Foren, wie sich das Selbstbild der Rechten gewandelt hat. Während schon auf der Straße, im Westen Deutschlands, aber zunehmend auch im Osten, Springerstiefel, Bomberjacken und martialisches Halbstarkengehabe gegen eine neue Biederkeit eingetauscht wurde, die von konservativer Biederkeit mitunter schwer zu unterscheiden ist, zielen Pro Köln und Co. mehr und mehr auf Bevölkerungsschichten, die sich als „rechts“ und „antilinks“, nicht aber als „rechtsradikal“ verstehen wollen. An Schulen sind solche Aktionen gerade deshalb besonders perfide, weil insbesondere jüngere Schüler die Rechtsradikalen als solche nicht zu erkennen vermögen und, wie auch in Kerpen geschehen, primitive Hetze wie den „Objektiv“ erstmal unvoreingenommen einstecken. Das Kerpener Gymnasium hat dabei den Vorteil, dass das Aufklärungsengagement sehr hoch ist, und das Ereignis auch auf Wunsch der Schüler im Unterricht thematisiert wurde.
Zwei Versionen einer Geschichte
Noch am selben Tag war auf der Website von Pro Köln zu lesen, man habe am Freitagmorgen in Kerpen seine „Schülerzeitung“ verteilen wollen und sei dabei auf aufgeschlossene und interessierte Schüler gestoßen. Kritik sei nur vereinzelt und „sachlich und in angemessener Form“ geäußert worden. Erst beim Einschreiten der Lehrer sei es zu Gewalttätigkeiten gekommen, ein Mitglied von Pro Köln sei „gewürgt“ worden, so dass man die Polizei habe rufen müssen. Der betreffende Lehrer, von Pro Köln seither als „Würger von Kerpen“ tituliert, sei anschließend ins Schulgebäude „geflüchtet“ und vom Kollegium dort „versteckt“ worden. Man habe Strafanzeige gestellt und fordere ein Amtsenthebungsverfahren.Der betroffene Lehrer Alfred Dänner unterrichtet evangelische Religion und Politik, er ist an der Schule sowohl bei den Schülern als auch im Kollegium überaus beliebt, er begleitet Referendare auf dem Weg in ihrem Schulalltag, steht den Schülern bei Problemen zur Seite, und wagt auch mal unkonventionelle Unterrichtswege. Dass er Lyrik im Politikunterricht durchnimmt, ist keine Seltenheit, und auch nicht, dass er moderne Lyrik ebenso einbindet wie den Unterrichtsplan. Fragt man ihn, die Kollegen, die Schüler, die an jenem Tag anwesend waren, so ergibt sich ein anderes Bild der Geschehnisse.
Die Mitglieder von Pro Köln, darunter der jugendliche „Herausgeber“ des Blättchens, dessen älterer Bruder, sowie Jörg Uckermann (ehemals für die CDU im Köln-Ehrenfelder Bezirksrathaus) passten die Schüler um kurz vor 8 Uhr am sogenannten Drängelgitter ab, an dem morgens die Schulbusse ankommen. Da direkt dahinter eine Durchfahrtsstraße verläuft, die gerade morgens von Bussen, Privatfahrzeugen und hin und wieder auch Lastwagen befahren wird, kann es hier zu gefährlichen Situationen kommen, etwa wenn Schüler zwischen den Bussen auf die Straße rennen.
Die älteren Schüler hätten die Situation schnell erfasst. „Klar, das waren Nazis, das hat auch sofort jeder gesehen“, sagt ein Zehntklässler. Nach Aussage einer Lehrerin gruppierten sich die Schüler rasch und skandierten „Nazis raus!“-Rufe, andere zerrissen das braune Heftchen und bewarfen die Pro Kölner damit. Allerdings hätten jüngere Jahrgänge der Klassen 5 und 6 vereinzelt auch das Heft eingesteckt, ohne es im ersten Moment weiter zu begutachten – der Inhalt beschränkt sich auf die üblichen Islam- und fremdenfeindlichen Allgemeinplätze. Schon mit der ersten Ausgabe hat sich Pro Köln reichlich lächerlich gemacht, als sich herausstellte, dass die blonde Schönheit unter dem Anzeigen-Slogan „Deutsch ist geil“ eine Tschechin ist, deren Foto zudem unter Missachtung des Urheberrechts von einer Erotik-Seite geklaut worden war.
„Sachliche Diskussionen“?
„Sachliche Diskussionen“, wie Pro Köln behauptet, habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben. Nur wenige Sekunden nach Beginn der Aktion seien bereits mehrere Lehrer, die sich zur Aufsicht an der Haltestelle befanden, eingeschritten, und hätten die Verteiler zum Verlassen des Schulgeländes aufgefordert, zumal dort Unbefugte ohnehin keinen Zutritt haben. Uckermann und Co seien daraufhin aggressiv und laut geworden und hätten die Schüler offensiv bedrängt, unter denen sich auch mehrere Jungen und Mädchen ausländischer Herkunft befanden. Als der Aufforderung der Lehrer keine Reaktion folgte und die Situation für die Schüler aufgrund der angespannten Stimmung gefährlich zu werden drohte, schritt Alfred Dänner ein. „Um die Strafanzeige mache ich mir keine Sorgen“, sagt er. „Ich habe niemanden gewürgt. Ich habe lediglich ein Mitglied von Pro Köln am Kragen gepackt und auf die andere Straßenseite gebracht, das ist alles.“ Die Polizei habe dann einer der besorgten Busfahrer gerufen. Die Behauptung von Pro Köln, man habe selbst die Polizei eingeschaltet, konnte nicht verifiziert werden. Bei Eintreffen der Polizei sei er dann ins Schulgebäude zurückgekehrt. „Warum sollte ich mich verstecken? Ich bin zum Unterricht gegangen, schlicht und einfach.“ Schüler und Kollegen bestätigen auch diese Details. Ihr Lehrer hat Zivilcourage bewiesen.
Aggressive Tendenzen
Als Pro Köln auf ihrer Internetseite begann, die Tatsachen zu verdrehen, habe er zum Schutz der Kollegen die Lehrergalerie aus dem Netz genommen, sagt Bernd Woidke. Pro Kölns Behauptung, mit der Karriere Alfred Dänners gehe es „abwärts“, entspreche nicht auch nur ansatzweise den Tatsachen.
Besonders aggressiv sei an jenem Morgen Jörg Uckermann aufgefallen. Er sei bis auf einen Fahrradhof vorgedrungen und habe jüngere Schüler geradezu genötigt, das Heft anzunehmen, sagen mehrere Zeugen – diskutiert wird das Thema auch im Gästebuch der Schulwebsite, wo sich Schulleiter Ripp für das korrekte Verhalten seiner Schützlinge bedankt.
Jörg Uckermann ist für ähnliche Ausfälle bekannt. Der ehemals stellvertretende CDU-Bürgermeister des Kölner Stadtteils Ehrenfeld war nicht zuletzt aufgrund seiner islamophoben Ansichten und seiner undifferenzierten wiederholten Hetze gegen den von der DITIB geplanten Bau einer Großmoschee in Ehrenfeld aus der Partei gedrängt worden und wechselte dann zu Pro Köln. Derzeit läuft gegen ihn eine Strafanzeige wegen Körperverletzung, nachdem er während einer Demonstration von Moscheegegnern offenbar eine türkische Gegendemonstrantin bedrängt und getreten hatte. Erst vor wenigen Tagen fiel er mit einer Klage beim Kölner Verwaltungsgericht auf die Nase, weil er auf Wunsch von Bezirksbürgermeister Josef Wirges von der Polizei aus dem Ehrenfelder Rathaus worden war, nachdem er Sitzungsteilnehmer wüst beschimpft hatte
Offensichtlich ist sein selbstentlarvendes Verhalten im politischen Umfeld nicht besser als jenes, welches er an den Tag legt, wenn er Naziblättchen auf dem Schulhof verteilt. Er selbst sieht das freilich anders. Er spreche bloß das aus, was die Mehrheit der Bevölkerung sich nicht auszusprechen traue. (PK)
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13.06.2008
In Köln wollen sich im September Rassisten und Rechtsextreme aus ganz Europa treffen.
Von Knut Mellenthin
Europas Rechtspopulisten und Rechtsextreme rücken enger zusammen. Vom 19. bis 21. September soll in Köln der bisher vermutlich bedeutendste internationale „Anti-Islam-Kongress“ stattfinden. Ausrichter und Gastgeber sind Pro-Köln (BpK) und Pro-NRW, in deren Führungspersonal ehemalige Mitglieder der Republikaner und der ausländerfeindlichen Deutschen Liga für Volk und Heimat den Ton angeben. Bei der Kommunalwahl im September 2004 kam Pro-Köln mit 4,7 Prozent in den Stadtrat und ist seither auch in allen neun Bezirksvertretungen der Stadt vertreten. Zur Kommunalwahl im kommenden Jahr wollen die Anti-Islam-Kämpfer über Pro-NRW auch in anderen Städten antreten. Der „Anti-Islam-Kongress“ soll, neben der fortschreitenden Vernetzung des europäischen Rechtspopulismus, auch als Wahlkampf-Auftakt dienen.Zusagen gibt es nach Aussagen der Veranstalter unter anderem vom belgischen Vlaams Belang, von der FPÖ und von der italienischen Lega Nord. Vlaams Belang ist die Nachfolgeorganisation des Vlaams Blok, der sich im November 2004 selbst auflöste, um einem Verfahren wegen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit zu entgehen, das sich auf die staatlichen Zuschüsse zur Finanzierung der Partei negativ ausgewirkt hätte.
Die FPÖ hat ihren letzten Wahlkampf in Wien unter den Parolen „Daham statt Islam“und „Wien darf nicht Istanbul werden“ geführt. Angeblich will FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im September persönlich nach Köln kommen. Erwartet werden außerdem FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimski und der Europaabgeordnete Andreas Mölzer.
Die traditionell ausländerfeindliche und rassistische Lega Nord setzt ihren Schwerpunkt zunehmend auf Hasspropaganda gegen die moslemische Bevölkerungsgruppe, wobei insbesondere Aktionen gegen den Bau von Moscheen eine große Rolle spielen. Das verbindet sie mit Pro-Köln, deren Hauptaktivität ihre Kampagne gegen den geplanten Bau einer Moschee im Stadtteil Ehrenfeld ist. Der langjährige Ehrenfelder CDU-Vorsitzende Jörg Uckermann ist inzwischen zu Pro-Köln übergetreten und soll als Redner auf dem „Anti-Islam-Kongress“ auftreten.
Zu den angekündigten ausländischen Gästen gehören auch der Vorsitzende des rechtsextremen französischen Front National, Jean-Marie LePen, und Nick Griffin, der Vorsitzende der rassistischen Britischen Nationalpartei (BNP). Wie viele aus dieser Szene war Griffin früher ein expliziter Antisemit und Holocaust-Leugner. Inzwischen hat er eingesehen, dass es sich ohne diese „eiserne Fußfessel“, wie er den Antisemitismus im Jahre 2005 nannte, sehr viel leichter in die selbe Richtung gehen lässt. Auch „patriotische Jugendbewegungen aus Spanien und Ungarn“ werden in Köln erwartet, heißt es in den Verlautbarungen der Veranstalter.
Als Highlight des Kongress würde Pro-Köln gern den republikanischen US-Senator Tom Tancredo präsentieren, der aber noch nicht zugesagt hat. Der Enkel italienischer Einwanderer gelangte im Juli 2007 zu internationalem „Ruhm“, indem er vorschlug, nach der nächsten Terroraktion gegen die USA die heiligen Stätten des Islam, Mekka und Medina, zu bombardieren. In Amerika kannte man Tancredo schon vorher als exzentrischen Hardliner in Sachen illegale Einwanderung. So fordert er die Ausweisung aller Arbeiter, die keine ordnungsgemäßen Papiere haben, und einen generellen Einwanderungsstopp. Die Sperren und Kontrollen an der Grenze zu Mexiko kritisiert er als zu schlapp und erklärte deshalb, nach dem nächsten Terroranschlag würden Bush und der Kongress „das Blut der Getöteten an ihren Händen haben“. Das trug ihm vom damaligen Präsidentenberater Karl Rove, selbst als scharfer Hund bekannt, die Bemerkung ein, er sei „ein Verräter an der Partei und am Präsidenten“.
Pro-Köln gehört dem am 17. Januar in Antwerpen gegründeten Städtebündnis Cities against Islamisation an, das unter Führung des Vlaams Belang (VB) und der FPÖ steht. Zur Gründungsveranstaltung war, einem Bericht der rechtsextremen Jungen Freiheit zufolge, aus Deutschland neben pro-Köln auch die Vizechefin der Republikaner, Uschi Winkelsett, angereist. Laut VB-Fraktionschef Filip Dewinter gehören dem Bündnis Kommunalvertreter aus Antwerpen, Berlin, Bologna, Brüssel, Gent, Graz, Köln, Mechelen, München, Rotterdam, Utrecht, Rom, Venedig, Lille, Straßburg, Paris, Marseille und Wien an.
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Nick Griffin
Köln
Nick Griffin, Vorsitzender der rechtsextremen British National Party (BNP), soll beim „Anti-Islamisierungskongress“ von „pro Köln“ und „pro NRW“ am 20. September als Redner auftreten.
Mehr dazu:
stopthebnp/campainging/NickGriffin.htm
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Juni 11, 2008 by progelsenkirchen
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Wenn “pro” eigentlich “anti” meint
Essen.Rechtsextreme arbeiten am Aufbau eines NRW-weiten Netzwerks. Das Ziel ist der Antritt bei den Landtagswahlen 2010. Zu europäischen Schwesternparteien bestehen enge Kontakte„Pro NRW“ nennt sich die neu gegründete rechtspopulistische Partei, dahinter steckt vor allem „contra“. Unter dem Vorsitz von Markus Beisicht, Chef der rechtsextremen „Bürgerbewegung pro Köln“, will die selbsterklärte „Anti-Islam-Partei“ zu den Landtagswahlen 2010 antreten. Allerdings nur, wenn bis dahin auf kommunalpolitischer Ebene eine Basis geschaffen werden kann. Nun soll landesweit programmatisch „gegen Islamisierung“ und „gegen Multi-Kulti“ mobil gemacht werden. Themen, die nach parteieigener Einschätzung mehrheitsfähig sind. „Nein zu Großmoscheen, Minaretten und Muezzinruf“, lautet der Titel einer aktuellen Pro-NRW-Petition an den Landtag, hierfür sammelt die Partei online Unterschriften.
Unter dem Deckmantel einer Bürgerbewegung
Der Aufbau eines Netzwerks möglichst vieler lokaler „Pro“-Ableger soll langfristig den Aufbau einer soliden Wählerschaft sichern. So gab es bereits Gründungen in Oberhausen, Gelsenkirchen, Bottrop und Viersen, ein knappes Dutzend weiterer sind NRW-weit in Planung. Die Ergebnisse der Kommunalwahlen 2009 werden dann die Peilgröße für die Landtagswahl angeben. Experten der Arbeitsstelle Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf haben die Struktur und politische Methodik von Pro NRW und Pro Deutschland untersucht. So verfolgten die Pro-Macher immer die gleiche Strategie: Unter dem Deckmantel einer Bürgerbewegung verteilen Aktivisten zunächst Flugblätter und starten Unterschriftensammlungen gegen lokale Ereignisse wie Moschee-Bauprojekte. Es gehe dabei vor allem um die Sammlung von Adressen und Kontaktdaten von möglichen Interessenten, Unterstützern oder Spendern. „95 Prozent der Bürger wissen aber nicht, wo sie da unterschreiben. Das ist der Unterschied zu einer offen rechtsextremistisch agierenden Partei“, erklärt Studien-Autor Alexander Häusler.
Politische Vorbilder: FPÖ und Vlaams Belang
Gern verweisen die Pro-Köln-Macher aber auf bestehende Kontakte zur österreichischen FPÖ und dem Vlaams Belang in Belgien - politische Vorbilder im Ausland. Langfristig ziele man darauf ab, sich als europäisches rechtes Netzwerk mit einer gemeinsamen Anti-Islam-Kampagne zu etablieren, urteilt Häusler. Zusammenhalt wird derzeit über gegenseitige Werbung in Parteizeitschriften und gemeinsame Auftritte demonstriert. Zur NPD besteht inhaltlich zwar große Nähe, mittlerweile aber auch ein offenes Konkurrenzverhältnis. Der Erfolg der Pro-Macher hänge nun maßgeblich davon ab, „ob es erstens gelingt, vor Ort genug Personal heranzuziehen und zweitens, ob es gelingt, bestimmte Themenfelder an sich zu reißen, bei denen sich Bürger Sorgen machen“, meint Häusler. Typischerweise sei das die Gefährdung der öffentliche Sicherheit und Ordnung, die von den Rechten pauschal mit Feindbildern verknüpft wird. Problemthemen müssten daher von demokratischen Kräften offen angegangen werden. Das NRW-Innenministerium stufte Pro Köln in jährlichen Verfassungsschutzbericht wiederholt als rechtsextremistische Organisation ein. Zu Recht, entschied zuletzt das Verwaltungsgericht Düsseldorf. Eine Klage der Pro-Aktivisten wurde erneut abgewiesen. Dass nun vor allem Aufklärung über die „neuen Strategien des Rechtsextremismus“ gefragt ist, meinen auch Verfassungsschützer. Derzeit wird die Zahl der Pro-Mitglieder auf rund 300 geschätzt.
„Allgemein wird meist die Vorstellung vertreten, man sollte über eine solche Gruppierung nicht reden, weil man sie sonst stärker macht.“ Das Gegenteil sei bei der Pro-Strategie der Fall. Werde nicht frühzeitig und präventiv darüber aufgeklärt, was hinter der „Bürgerbewegung“ wirklich steckt, sei es für die Rechten sehr viel einfacher, sich vor Ort zu verwurzeln, warnt Häusler.
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Juni 9, 2008 by progelsenkirchen
NEW FRONT FOR THE GERMAN FAR RIGHT
Anti-Islamic Party Is Playing With Fear
By Andrea Brandt and Guido Kleinhubbert
Right-wing radicals in Cologne are gaining traction with Germany’s first anti-Islamic party. The German domestic intelligence agency is alarmed — but so are traditional neo-Nazis, who may have to shift their tactics to compete.
The four young men look unremarkable in Cologne’s downtown pedestrian zone. Now and then they press a pamphlet into somebody’s hand with a smile. They seem as harmless as volunteers gathering donations for, say, starving children in Africa; but their project belongs to a political movement that is being viewed with alarm by intelligence officers in the state of North-Rhine Westphalia.
These young men handing out flyers work for an organization called “Pro Cologne,” which has been watched with suspicion by the domestic intelligence agency — the Verfassungsschutz or Office for the Protection of the Constitution — for several months. They are gathering support in the otherwise liberal-minded and open city of Cologne to protest an enormous mosque slated for construction in the district of Ehrenfeld. Around 300 members of Pro Cologne have collected more than 20,000 signatures, and a few unsavory characters on the German far right hope to use their success as a way to win seats in state parliaments.
With a new political party called “Pro NRW” (Pro North-Rhine Westphalia), stemming from the Pro Cologne movement, two leaders named Markus Beisicht and Manfred Rouhs want to win enough votes to enter the state parliament in 2010. About a dozen Pro Cologne spinoffs are already preparing local campaigns across the state — in Gelsenkirchen, Duisburg, Düsseldorf, Essen and Bottrop, among other places. Where no new mosques are being planned, Beisicht says, the party will just fight smaller existing mosques.
The Rhinelanders also have their eyes on Berlin: Party functionaries sent mailouts last October to addresses in the capital to protest a planned mosque in the Berlin district of Charlottenburg. They’ve even established a citizens’ movement with an even more awkward name: “Pro Deutschland.”
‘A Second Mecca’
Officials at the Office for the Protection of the Constitution think it’s possible that Beisicht and his friends will gain resonance with voters and even overtake the neo-Nazi National Democratic Party (NPD) in western states. The NPD — which tends to line up with Israel-hating Muslim groups — has tried to block the new competition by mounting similar anti-mosque efforts. They’ve organized a group in Münster called “Citizens’ Movement Pro Münster” to hinder the Cologne party’s march to state power.
This playing on fears of a supposed Muslim invasion seems to work on the busy public street in Cologne. Some people who took pamphlets also signed a petition against the planned new mosque. One person, who said he was a bureaucrat, said he didn’t “want a second Mecca in Cologne.” A saleswoman was afraid her neighborhood near the new mosque would get “loud.”
A Düsseldorf neo-Nazi expert named Alexander Häusler says anyone who signs these petitions will be placed on anti-immigrant mailing lists — a charge Pro NRW denies.
But critics like Häusler also blame city officials for the dubious personalities now leading the anti-mosque movement. Almost all factions of Cologne’s government greeted the big new mosque project with open arms, without involving voters to any adequate degree. A city spokeswoman says at least a debate has been led over “the height of the minarets.” But established political parties, says Häusler, “ignored the fears and concerns of local citizens for too long.”
The methods of the anti-mosque movement have been studied by far-right groups in other countries, like Austria’s FPÖ (”Austrian Freedom Party”) and Belgium’s Vlaams Belang (”Flemish Interest”) party. In November, Markus Beisicht gave a special presentation on the Cologne movement to FPÖ members in Graz. “We will lead our fight across Europe,” he told them, “whether it’s in Graz, Cologne or Vienna.” He’s invited friends from the FPÖ, Vlaams Belang and France’s National Front to a big “Anti-Islam Congress” in Cologne next September.
Beisicht is a lawyer who once belonged to Germany’s far-right Republikaner (REP). Like a number of executive Pro NRW members, he’s cultivated links to the radical right for years. With members of the “German League for Home and Folk,” in the early ’90s, he laid a 1,000-mark bounty on the location of an immigrant woman who had applied for asylum in Germany and then disappeared underground. Rouhs, his right-hand man, was a member of the NPD. And André Picker, a lawyer on the party’s executive board, once represented a neo-Nazi band called the The White Wolves, who had trouble with the German government over lines like “Clear out the Jews and wake up Germany” (”Juda verrecke und Deutschland erwache”). Nazi propaganda is not protected speech in Germany.
Meanwhile, the Pro NRW party has also discovered a solvent financial supporter. A 90-year-old contractor named Günther Kissel has recently joined up; he’s known for financing far-right causes. He once invited the convicted Holocaust denier and British historian David Irving to speak on his business property.
But Kissel normally makes a clean distinction between politics and private enterprise. The firm he founded, which he still heads as principal stockholder, has taken on a project that doesn’t quite fit with the aims of his new-found party. His contracting firm is in charge of building a €7 million mosque in a racially mixed neighborhood of Duisburg called Marxloh, in North-Rhine Westphalia.
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Körperverletzung
Köln – Ermittlungen gegen Uckermann
Pro Köln: Anzeigen wegen KörperverletzungWegen Körperverletzung ermittelt die Polizei gegen den Ehrenfelder Vorsitzenden der rechtsextremen Pro-Köln-Bewegung. Jörg Uckermann soll bei einer Veranstaltung einer Frau in den Unterleib getreten haben.Die so genannte Bürgerbewegung macht noch in einer zweiten Angelegenheit Negativschlagzeilen: Bei einer Veranstaltung in Ehrenfeld sollen Pro-Köln-Ordner Polizisten attackiert und geschlagen haben. Wie Radio Köln berichtet, führten die Beamten lediglich routinemäßig Kontrollen durch, als sie von Mitgliedern der rechtsextremen Bewegung angegriffen wurden.
Die Polizei bestätigte, dass gegen Pro Köln nunmehr drei Anzeigen wegen Körperverletzung vorliegen.
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WAZ Artikel
Juni 9, 2008 by progelsenkirchen
WAZ Artikel:
Aus der WAZ vom 28. NovemberDüsseldorf. Unter dem Deckmantel einer Bürgerbewegung versucht eine neue ausländerfeindliche Partei flächendeckend im Ruhrgebiet Fuß zu fassen, um bei den nächsten Wahlen möglichst in allen Städten antreten zu können.
Das geht aus einer Studie von Neonazismus-Forschern der Fachhochschule Düsseldorf (FH) hervor. Dabei handelt es sich um die Partei „Pro NRW”, die nach Angaben des NRW-Innenministeriums aufgrund von „Anhaltspunkten für den Verdacht rechtsextremistischer Bestrebungen” bereits vom Verfassungsschutz beobachtet wird.
In Bottrop, Duisburg, Gelsenkirchen und Oberhausen existieren schon Kreisverbände, in Castrop-Rauxel, Essen und weiteren Städten stünden Gründungen bevor. „Pro NRW” ist aus der Initiative gegen den Bau einer Moschee in Köln-Ehrenfeld, „Pro Köln”, hervorgegangen.
Landesvorsitzender ist der Jurist Markus Beisicht. Finanziert werde die Partei von weiteren „honorigen Rechtsanwälten” und Unternehmern. Sie habe auch eine „Mittelstandsvereinigung” gegründet und in mehreren Städten „Jugendoffensiven” gestartet. Nach Angaben des Verfassungsschutzes will sich „Pro NRW” vor allem als „Anti-Islam-Partei” etablieren, indem sie gezielt Angst vor Muslimen schüre und gegen „Multikulti” stänkere.
Laut FH-Studie wollen sich die Kreisverbände zunächst „gezielt auf lokale Problemlagen stürzen”, um über Unterschriftslisten an Adressen erboster Bürger zu kommen. In Oberhausen etwa versuchen die „Rechtspopulisten” gerade, Protest von Güterbahnhof-Lärm geplagten Anwohnern zu bündeln. Unwissende könnten so der neuen Partei auf den Leim gehen, fürchten die Forscher: „Bei der NPD weiß jeder gleich Bescheid, bei ,Pro NRW’ nicht.”
(Christoph Meinerz)
Mordrohung
Kölner Stadt-Anzeiger: Pro-Nrw’ler droht Kritiker mit dem Tod
Köln (ots) – Köln – Der “Pro-NRW”-Funktionär Andreas Akwara hat einen Kritiker auf seiner Internet-Homepage mit dem Tode bedroht. Dies berichtet der “Kölner Stadt-Anzeiger (Freitagausgabe). Vielleicht bringe “das Schicksal uns . . . einmal zueinander”, schreibt Akwara in einem “Offenen Brief”: “Dann aber, baumeln Sie am Strick!” Der Adressat seiner Drohungen ist der Betreiber der Internet-Homepage “Biedermanni verliert”, der sich kritisch mit dem Verein “Pro Köln” und dessen Spitzenfunktionär Manfred Rouhs auseinander setzt. Ein Artikel, der auf der Biedermanni-Website erschienen ist, beschäftigt sich auch mit Akware. Da der Biedermanni-Betreiber in der Öffentlichkeit bisher noch nicht namentlich bekannt ist, hat Akwara ein Kopfgeld von 1000 Euro “für sachdienliche Hinweise” zur Identität des Aktivisten ausgesetzt. Der Duisburger Staatsschutz prüft strafrechtliche Konsequenzen.
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Politik-Redaktion
Telefon: +49 (0221)224 2444
ksta-produktion@mds.de————
Zusammenhänge 7.
[15.04.2008] Aktivitäten von “Pro NRW” im Umfeld von Schulen
An die
Schulen im Lande Nordrhein-Westfalenan die Bezirksregierungen und die Schulämter
Dem Ministerium für Schule und Weiterbildung ist übermittelt worden, dass sich die Initiative “PRO NRW” offenbar mit Informationsmaterial an Schülerinnen und Schüler wendet.
Die Bürgerbewegung “pro Köln” wird vom Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen beobachtet wegen des Vorliegens von Anhaltspunkten für den Verdacht rechtsextremistischer Bestrebungen. Dies ergibt sich aus dem gerade vorgestellten Verfassungsschutzbericht über das Jahr 2007. Die Führungsaktivisten von “pro NRW” sind zum großen Teil personenidentisch mit denen von “pro Köln”. Auch die aufgegriffenen Themen sind teilweise identisch, insbesondere die ausländerfeindliche Ausrichtung. Es ist daher nicht auszuschließen, dass sich auch bei “pro NRW” der Verdacht des Vorliegens von Anhaltspunkten für rechtsextremistische Bestrebungen bestätigen wird.
In diesem Zusammenhang wird erneut darauf verwiesen, dass die Verteilung von schulfremden Druckschriften auf Schulhöfen an Schülerinnen und Schüler nicht zulässig ist (§ 56 SchulG NW).
Die Schulen sollten sich im Unterricht mit dem Rechtsextremismus weiterhin auseinandersetzen. Dies kann auch an Hand des vom Innenministerium herausgegebenen Comics “Andi” geschehen. Anregungen dafür bietet http://www.andi.nrw.de.
Mit freundlichen Grüßen
In Vertretung
Günter Winands
Für Rückfragen zu diesem Thema steht Ihnen Herr Prof. Dr. Heinz-Werner Poelchau (mailto:heinz-werner.poelchau@msw.nrw.de)im MSW NRW zur Verfügung
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Die in Köln entstandene Gruppe um Manfred Rouhs (früher Mitglied bei NPD, “Deutsche Liga für Volk und Heimat” sowie “Republikaner”) und den Rechtsanwalt Markus Beisicht hat mittlerweile mit “Pro Deutschland” und “Pro NRW” Anstrengungen unternommen, über den örtlichen Rahmen hinaus tätig zu werden. Seit einiger Zeit arbeitet sie freundschaftlich mit dem belgischen “Vlaams Belang” und der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs) zusammen. Nach außen lehnt sie zwar Kontakte zu neonazistischen Kreisen und der NPD strikt ab, in der Praxis ist es jedoch mit der Abgrenzung nicht so weit her: so nahm etwa “Pro NRW” im August den Solinger Holocaustleugner Günther Kissel auf, und bei sogenannten “Dienstagsgesprächen” des Rechtsextremisten Hans-Ulrich Pieper in Köln und Dormagen machten sich führende Pro-Kölner auf den Weg, um mit den führenden NPD-Männern Holger Apfel oder Andreas Molau ins Gespräch zu kommen.
Zusammenhänge 6.
Juni 9, 2008 by progelsenkirchen
“Pro Köln” weiter im Verfassungsschutz-Bericht
redok
04.12.2007
Düsseldorf. Bereits zum zweiten Mal hat die Organisation “Pro Köln” eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen das Land Nordrhein-Westfalen verloren. Die Gruppe wollte erreichen, dass sie aus den Verfassungsschutz-Berichten des Landesinnenministeriums für die Jahre 2005 und 2006 gestrichen wird. Dort ist “Pro Köln” unter der Rubrik “Rechtsextremismus” aufgeführt.Am 21.10.2005 hatte “Pro Köln” ein erstes Verfahren vor dem VG Düsseldorf verloren, mit dem sie gegen die VS-Berichte der Jahre 2002 bis 2004 vorgehen wollte. Weil dort ebenfalls Passagen über die Gruppe enthalten waren, wollte sie die weitere Verbreitung der Berichte untersagen lassen, bevor nicht die entsprechenden Abschnitte entfernt würden. Darüber hinaus sollte im nächsten Bericht für das Jahr 2005 eine “Richtigstellung” erfolgen und das Land sollte verpflichtet werden, die Gruppe nicht mehr nachrichtendienstlich zu beobachten.
Das VG Düsseldorf wies die Klage jedoch zurück. Die veröffentlichten Äußerungen von “Pro Köln” begründeten nach Auffassung des Gerichts den Verdacht für die Zielsetzung, tragende Strukturprinzipien der freiheitlichen
demokratischen Grundordnung, zum Beispiel die Achtung der Menschenwürde aller Teile der Bevölkerung, zu beseitigen
oder außer Geltung zu setzen. Insbesondere die Äußerungen zu Ausländern sah das VG solche Anhaltspunkte: “Gerade bei einer Gesamtbetrachtung der Äußerungen stellt die Klägerin Ausländer allgemein und pauschal als Ursache für Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Absenkung des Bildungsniveaus etc. dar und beschreibt sie allgemein als grundsätzlich nicht integrierbar.”Daraufhin beantragte “Pro Köln” die Zulassung der Berufung beim Oberverwaltungsgericht Münster. Das OVG wies jedoch am 24.05.2007 den Antrag ab und bestätigte damit die Rechtmäßigkeit der Aufnahme von “Pro Köln” in die VS-Berichte.
Heute ging es in mündlicher Verhandlung wieder vor dem VG Düsseldorf um die neueren VS-Berichte für die Jahre 2005 und 2006. Wie schon im ersten Verfahren wollte die Gruppe das Land verurteilt wissen, die Verbreitung der Berichte zu unterlassen, wenn nicht zuvor die Passagen über sie entfernt oder unleserlich gemacht worden sind; auch eine “Richtigstellung” sollte im nächsten Bericht erzwungen werden.Doch wie schon beim ersten Versuch scheiterte “Pro Köln” an den Düsseldorfern. Die Publikationen der Klägerin enthielten unter anderem “Äußerungen, die bei einer Gesamtbetrachtung darauf zielten, Ausländer vor allem muslimischer Herkunft pauschal wegen ihrer Abstammung und Religionszugehörigkeit herabzusetzen und auszugrenzen”, so teilte das VG heute zu den Urteilsgründen mit.
Gegen das Urteil kann die Gruppe nun wiederum die Zulassung der Berufung beim OVG beantragen.
Zusammenhänge 5
Auschwitzleugner zu Gast bei “Rechtspopulisten”
redok
08.05.2008
Köln. Als Gastredner bei ihrem Anti-Islam-Kongress im September hat die rechtsradikale Gruppe “pro Köln” den Chef der britischen BNP, Nick Griffin, angekündigt. Der durch seine durch seine Leugnung des Holocaust und rassistische Tiraden bekannte Griffin ist wegen Aufstachelung zum Rassenhass vorbestraft.Bisher hatte “pro Köln” als internationale Gäste den Vorsitzenden der französischen Front National (FN), Jean-Marie Le Pen und den Chef der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ, Heinz-Christian Strache, angekündigt. Darüber hinaus kündigen die Veranstalter auch Teilnehmer vom Vlaams Belang (Belgien) und der Lega Nord (Italien) an. Aus Sachsen soll der fraktionslose Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche (Ex-CDU) den rechten Kongress verstärken. Auch bei “verschiedenen konservativen Dachverbänden deutscher und österreichischer Studentenverbindungen” gebe es Überlegungen, zur Anti-Islam-Zusammenkunft zu erscheinen, so die Kölner Rechtsaußen-Gruppe.
Mit ihrem jetzt angekündigten Redner hat die als “rechtspopulistisch” auftretende “pro Köln”-Gruppierung jedoch einen Mann eingeladen, der im Vergleich zu den bisher angekündigten Gästen noch von anderem Kaliber ist. Nick Griffin kann eine langjährige Karriere in verschiedenen britischen rechtsextremen Organisationen aufweisen und ist seit 1999 Vorsitzender der British National Party (BNP, Britische Nationalpartei). In den 1980er Jahren entwickelte er gemeinsam mit dem nach England geflüchteten Roberto Fiore eine faschistische Strategie, die angeblich sowohl Kapitalismus wie Kommunismus ablehnte (”Third Position”, Dritte Position). Fiore hatte aus Italien flüchten müssen, weil er im Verdacht stand, als Mitglied der “Nuclei Armati Rivoluzionari” (NAR, Bewaffnete Revolutionäre Zellen) an dem Bombenattentat auf den Bahnhof von Bologna beteiligt gewesen zu sein. In Abwesenheit wurde Fiore 1985 zu zehn Jahren Haftstrafe verurteilt. Der Haft hatte sich Fiore entzogen, indem er in Großbritannien abtauchte.
1998 wurde Griffin wegen Aufstachelung zum Rassenhass zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten und einer Geldstrafe von 2.300 Pfund verurteilt. In BNP-Veröffentlichungen hatte er den Holocaust als Schwindel bezeichnet. Im Prozess bezeichnete er die Vernichtung der Juden als “eine Mischung aus alliierter Kriegspropaganda, einer äußerst profitablen Lüge und einer Hexen-Hysterie”. Solche radikal antisemitischen Ausfälle hat Griffins BNP zwar in den letzten Jahren weitgehend eingestellt, doch noch externer Linkim April 2007 sagte er einem Journalisten, er glaube nur an den Holocaust, weil “europäische Gesetze” ihn dazu zwingen würden.
Zusammenhänge 4.
Rechtsextremisten
Ermittlungen wegen Körperverletzunghttp://www.redok.de/content/view/1110/38/
redok
17.05.2008
Köln. Nach drei Anzeigen wegen Körperverletzung ermittelt die Kölner Polizei gegen Mitglieder und Anhänger der Rechtsaußen-Gruppierung “pro Köln”. Beschuldigt wird unter anderem der Fraktionsvorsitzende der Gruppe in der Bezirksvertretung Ehrenfeld, der von der CDU übergetretene Jörg Uckermann.Die Gruppe hatte am Donnerstagabend im Bezirksrathaus Ehrenfeld eine Veranstaltung gegen den Bau einer Moschee angekündigt. Vor dem Rathaus hatten sich Gegendemonstranten gesammelt. Obwohl den rechten Veranstaltern das Hausrecht nur für den Versammlungssaal zustand, hatten sich Ordner vor dem Rathaus postiert und ließen offenbar niemanden in das Gebäude, den sie als Protestierer im Blick hatten. Auch zwei Polizisten in Zivilkleidung verwehrten sie den Eintritt; dabei sollen sie einem Beamten den Arm umgedreht und einen anderen mit einem Faustschlag attackiert haben.
Bezirksbürgermeister Josef Wirges (SPD) ließ andere Bezirkspolitiker, die ebenfalls von den pro Köln-Ordnern ausgesperrt worden waren, durch einen Nebeneingang ins Gebäude. Im Rathaus setzten sich die Attacken fort: Eine 28-jährige Frau wollte verhindern, von pro Köln-Funktionären gefilmt zu werden, und hielt eine Hand vor die Kamera. Daraufhin soll sie der von der CDU übergetretene Bezirksvertreter Jörg Uckermann getreten haben; weitere Anhänger der Gruppe hätten sie geschubst, geschlagen und getreten. Die bereits zuvor attackierten Zivilpolizisten schritten schließlich ein und zogen die Frau aus der Gefahrenzone heraus. Nach Zeugenaussagen soll auch der stellvertretende “pro Köln”-Vorsitzende Markus Wiener an den handgreiflichen Auseinandersetzungen beteiligt gewesen sein. Drei Anzeigen wegen Körperverletzung wurden gestellt, unter anderem auch gegen Uckermann.
Der “pro Köln”-Chef Markus Beisicht stritt gestern alle Anschuldigungen ab und sprach von “gewaltbereiten und zum größten Teil vermummten Linksextremisten”, die eine “regelrechte Menschenjagd” veranstaltet hätten. Der Polizei war dagegen von gewalttätigen Ausschreitungen linker Demonstranten nichts bekannt.
Die nordrhein-westfälische CDU hat inzwischen im Vorfeld der Kommunalwahlen im Jahr 2009 erklärt, der landesweiten Partei “pro NRW” intensive Aufklärungsarbeit entgegenzusetzen. “Wir müssen diese geistigen Brandstifter demaskieren und sie entschlossen bekämpfen”, sagte der NRW-CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst. In der Partei, die sich den Anschein einer Bürgerbewegung gebe, tummelten sich nach Erkenntnissen des Staatsschutzes “ehemalige Mitglieder von NPD und REP sowie Auschwitzleugner”.
Zusammenhänge 3.
Wichtig;
http://de.indymedia.org/2007/03/169611.shtml"pro Köln" - Expansion ins Ruhrgebiet"Nachdem Akteure aus dem Spektrum der extrem rechten “Bürgerbewegung pro Köln” im Februar eine “Bürgerbewegung pro NRW e.V.” gegründet hatten um das “Machtkartell der Altparteien” aufzubrechen, setzt sich der Aufbau lokaler Ableger fort. So wurde nach Oberhausen und Gelsenkirchen nun auch in Bottrop eine “Bürgerbewegung” im Stil von “Pro Köln” gegründet.Etwa zwei Dutzend Teilnehmer wählten den Bezirksvertreter Dipl.Ing. Josef Scholand (52), noch 2005 Landtagskandidat der sog. “Republikaner”, zum Vorsitzenden des örtlichen Ablegers. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Anneke Rössler, Sebastian Pogorzalek, Knut Schindel, Roland Weiner und Bernd Groschwald gewählt. Künftig will sich “Pro Bottrop”
mit Themen zu “sozialen und städtebaulichen Aspekten” sowie mit “Überfremdung und Kriminalität” befassen. “Viel politischen Erfolg” wünscht dem Bottroper Ableger auch der Vorsitzende der “Bürgerbewegung pro Gelsenkirchen”, Kevin Gareth Hauer. Burschenschafter Hauer wurde für die sog. “Republikaner” in den Rat der Stadt gewählt und gehörte in NRW zu den Kritiker des Kurses von “Republikaner”-Chef Schlierer. Berührungsängste zur neofaschistischen NPD scheint er nicht zu kennen. So gab er kürzlich dem NPD-Organ “Deutsche Stimme” ein langes Interview. Ein anderer bekannter Schlierer-Kritiker, der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Björn Clemens, bis Ende 2006 noch Mitglied des Bundesvorstandes der “Republikaner”, leitete jüngst die Gründungsversammlung der “Bürgerbewegung pro NRW”. Als Organisationsleiter der neuen, landesweiten Formation fungiert Daniel Schöppe aus Dormagen. Der gehörte, wie auch eine Reihe anderer Akteure von “Pro Köln”, zu Beginn der 90iger Jahre der neofaschistischen “Deutschen Liga für Volk und Heimat” (DLVH) und zuletzt ebenfalls den Schlierer-Kritikern bei den “Republikaner” an.Juni 9, 2008 by progelsenkirchen
Zusammenhänge 2.
Etwa 200 Gäste, so die Veranstalter, haben am 21.Januar am Neujahrsempfang der extrem rechten „Bürgerbewegung pro Köln“ teilgenommen. Als Festredner war der ehemalige KSK-Kommandeur und Brigadegeneral a.D. Reinhard Günzel geladen, der nach seiner Solidarisierung mit dem damaligen Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann im Jahre 2003 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt worden war. Begrüßt wurde im Kölner Rathaus auch eine vierköpfige Delegation der Antwerpener Stadtratsfraktion des rassistischen „Vlaams Belang“.Unter den Gästen befanden sich neben dem Dortmunder Rechtsanwalt Andre Picker, der als Verteidiger zahlreicher Neonazis bekannt ist, auch mehrere Rats- und Bezirksvertreter, die zuletzt noch den sogenannten „Republikanern“ angehörten. Wie z.B. die Mainzer Stadträtin Gabriele Bannier, der Bottroper Bezirksvertreter Josef Scholand und der Gelsenkirchener Stadtrat Kevin Gareth Hauer. Letzterer hatte schon 2005 in einer „Dortmunder Erklärung“ die von „Republikaner“-Chef Schlierer unterstützte NRW-Landesvorsitzende Uschi Winkelsett kritisiert und zum Rücktritt aufgefordert. Der mittlerweile parteilose Gareth wurde Ende Januar zum Vorsitzenden der neu gegründeten „Bürgerbewegung pro Gelsenkirchen“ gewählt. Mit dem Rechtsanwalt Dr. Björn Clemens war einer der bekanntesten Schlierer-Kritiker in Köln aufgetaucht. Clemens hatte im Dezember auf dem Bundesparteitag der „Republikaner“ gegen Schlierer für das Amt des Bundesvorsitzenden kandidiert. Doch dem Ansinnen Clemens, einen „Burgfrieden“ mit der NPD anzustreben, erteilten die Delegierten eine Abfuhr. Clemens kandidierte daraufhin auch nicht mehr für einen Posten als stellvertretender Bundesvorsitzender. Dafür stand der Fachanwalt für Verwaltungsrecht in Düsseldorf Ende Januar der „Deutschen Nationalzeitung“ des DVU-Chef Frey als Interviewpartner zur Verfügung. Die Tatsache, daß in einzelnen Bundesländern das öffentliche Zeigen der kaiserlichen Reichskriegsflagge als Verstoß gegen die öffentliche Ordnung gewertet wird, bezeichnete er darin u.a. als „Gesinnungsjustiz“. Zum „krönenden Abschluß“ des Neujahrsempfangs wurde dem Jurastudenten Thomas Bendt (22) der Mitgliedsausweis überreicht. Das Neumitglied, das sich künftig auch im „Arbeitskreis Jugend“ der selbsternannten „Bürgerbewegung“ einbringen will, hatte in der Vergangenheit in Tönisvorst (Kreis Viersen) für die sog. „Republikaner“ zu Wahlen kandidiert. Während sich „Pro Köln“ nach eigenen Angaben einer Mitgliedszahl von 200 annähert, leiden andere Spektren der extremen Rechten in Köln derzeit eher an Mitgliederschwund. So mußte der „Kampfbund Deutscher Sozialisten“ (KDS) unlängst den Tod seines langjährigen Kassenwartes Wilhelm (Willi) Kuhl aus Köln vermelden. Der ehemalige Angehörige der Waffen-SS und damalige Kühnen-Vertraute war auch schon Bundeskassenwart der 1992 verbotenen -„Deutschen Alternative“ gewesen. Ebenfalls verstorben ist Gerrit Ullrich aus Kerpen-Horrem. Der ehemalige Manager hatte die „Deutschen Idealisten“ und den „Wilhelm-Kammeier-Verein“ mit Postfach in Köln mitgegründet. Der Verein hatte 2004 die Herausgabe der geschichtsrevisionistischen Zeitschrift „Deutschland“ übernommen, vormals eine Schrift der „Vereinigung Gesamtdeutsche Politik“ (VGP) um den derzeit im Gefängnis sitzenden Ernst Günter Kögel aus Remscheid.
Zusammenhänge 1.
Juni 6, 2008 by progelsenkirchenZum Ausgang der Landtags- und Bundestagswahl: Dortmunder ErklärungMehr Transparenz und Demokratie
Am 19. September trafen Mitglieder der REPUBLIKANER aus allen Teilen Nordrhein-Westfalens, darunter zahlreiche Kreisvorsitzende, kommunale Mandatsträger sowie Landes- und Bundesvorstandsmitglieder, in Dortmund zusammen, um über die Situation ihrer Partei nach der Bundestagswahl zu diskutieren.
Nach einer ausführlichen Lageanalyse bestimmten die Anwesenden die folgenden drei Personen zu ihren Sprechern: den stellvertretenden Landesvorsitzenden und Beisitzer im Bundesvorstand Daniel M. Schöppe, den Kreisvorsitzenden und Stadtrat von Gelsenkirchen, Kevin Gareth Hauer, sowie den stellvertretenden Kreisvorsitzenden von Viersen, Walter Rütten. Einhellig wurde die folgende Erklärung verabschiedet:
“Nach dem verheerenden Ergebnis der Landtagswahl stellt das Ergebnis der Bundestagswahl von nur 0,3% der Zweitstimmen in NRW eine weitere katastrophale Niederlage für die REPUBLIKANER in Nordrhein-Westfalen dar.
Gescheitert ist damit aber nicht der republikanische Gedanke an sich. Mehr denn je braucht unser deutsches Vaterland demokratische Patrioten, die das Wohl von Volk und Heimat zur alleinigen Richtschnur ihres politischen Handelns machen. Gescheitert ist lediglich eine kleine Gruppe um die derzeitige Landesvorsitzende, Frau Winkelsett.
Nach zehn Jahren unter Ursula Winkelsett sind die Republikaner in Nordrhein-Westfalen zu einer bedeutungslosen Splitterpartei geworden. Bei Wahlen werden sie mittlerweile von den “Grauen Panthern”, der Tierschutz- und Familienpartei auf die Plätze verwiesen. Die Mitgliederzahlen sinken kontinuierlich und haben 2004 die Marke von 1.000 Mitgliedern landesweit unterschritten. Kreisverbände und kommunale Vertretungen fühlen sich im Stich gelassen und sind folglich im Niedergang begriffen (z.B. Köln, Gelsenkirchen, Dortmund).
Größte Anstrengungen sind nun erforderlich, um diese verhängnisvolle Entwicklung umzukehren. Ein Neuanfang kann aber nicht mit jenen Personen gelingen, welche den Zusammenbruch herbeigeführt haben.
Daher fordern wir Ursula Winkelsett auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und als Landesvorsitzende zurückzutreten. Der Landesparteitag mit der längst überfälligen Neuwahl des Landesvorstandes darf nicht länger verschoben werden, sondern muß schnellstmöglich einberufen werden.
Eine neue Mannschaft steht bereit, um den Wiederaufbau in die Hand zu nehmen. Auf der Basis von Programm, Satzung und Beschlüssen unserer Partei wollen wir die notwendigen Veränderungen durchsetzen. Transparenz und Demokratie müssen innerparteilich zu neuer Geltung gebracht werden. In diesem Bestreben reichen wir allen gutwilligen Parteifreunden die Hand und laden sie zur Mitarbeit ein.”
[...] INFOS http://progelsenkirchen.wordpress.com/presse-archiv/ [...]
INFOS « Pro Gelsenkirchen raus aus Ge!
Juni 17, 2008 um 3:38
[...] Die älteren Schüler hätten die Situation schnell erfasst. „Klar, das waren Nazis, das hat auch … [...]
Weitere Lügen von Pro-Köln « Pro Gelsenkirchen raus aus Ge!
Juni 19, 2008 um 10:03
[...] im Pressearchiv Veröffentlicht in Artikel by progelsenkirchen am Juni 23rd, 2008 POL-K: 080623-9-K Zur Pressemitteilung “Bürgerbewegung ProNRW” vom Montag, 23.06.2008 « Der möchtegern Bürgermeister [...]
Neues im Pressearchiv « Pro Gelsenkirchen stoppen!
Juni 23, 2008 um 9:37