Pro Gelsenkirchen stoppen!

Gelsenkirchen wehrt sich! Kevin Gareth Hauer raus aus Ge

Video Pro-NRW

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Written by progelsenkirchen

März 11, 2010 at 11:23 pm

Ende…

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und zwar hier und bis auf weiteres!

Für weitere Informationen über Pro-NRW bzw. Pro-Gelsenkirchen empfehle ich folgende Links:

Man sieht sich….!

Written by progelsenkirchen

August 1, 2009 at 9:19 am

Demo gegen Pro-NRW in Gelsenkirchen

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Written by progelsenkirchen

Mai 21, 2009 at 11:13 am

Politiker zu Pro-Gelsenkirchen

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Die Grünen:

Zur Postwurfsendung von Pro NRW erklärt Irene Mihalic, Vorstandssprecherin der Gelsenkirchener Grünen: „Das Vorgehen von Pro NRW ist eine einzige Hetzkampagne! Unter dem Deckmantel sich für Bürgerinnen und Bürger einsetzen zu wollen, wird hier gezielt gegen Muslime, gegen Ausländer, gegen die Religionsfreiheit und damit auch gegen unsere demokratischen Grundwerte Stimmung gemacht!“

Die Gelsenkirchener Grünen appellieren an alle demokratischen Kräfte sich gegen einen solch durchschaubaren Rechtspopulismus aktiv zur Wehr zu setzen. „Hier sind alle Beteiligten gefragt, diesem Vorgang den Boden zu entziehen und das Problem nicht länger zu ignorieren.“ Die Grünen fordern die Verantwortlichen der zuständigen Post-Niederlassung in Essen auf, dem Kölner Beispiel zu folgen und die Wurfsendungen nicht mehr zuzustellen.

Ebenso sei auch die Verwaltung nun zum Handeln verpflichtet: „Herr Hauer missbraucht seine Stellung als Stadtverordneter und die ihm zur Verfügung gestellten Mittel für seine parteipolitischen Kampagnen. Es kann nicht sein, dass die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler dies auch noch finanzieren!“, so Mihalic. Hauer hatte, entgegen seiner Verpflichtung, als Adresse auf der Postwurfsendung die Anschrift seines Stadtverordnetenbüros in der Emscherstraße angegeben. Er wurde bereits darauf hingewiesen, dass er das Büro nur für seine Ratsarbeit nutzen dürfe. Die Grünen fordern daher die Verwaltung auf, Herrn Hauer zur Räumung seines Büros zu veranlassen und die Verwendung, der ihm zur Verfügung gestellten öffentlichen Mittel zu überprüfen.

AUF-Gelsenkirchen:

„Ich möchte ganz klar betonen, dass dieses in der WAZ so neutral betitelte „Anti-Moschee-Papier“ eindeutig als Hetzblatt zu werten ist, bei dem einem gar Erinnerungen an den früheren „Stürmer“ kommen könnten. Formulierungen wie „Zudem steht der typisch osmanische Stil auch speziell für die türkische Einwanderung, frei nach dem Motto: „Wir sind hier und wir bleiben hier!” sind ein Paradebeispiel für eine subjektiv dargestellte Meinung, die allein dazu dient zu diffamieren, ohne überhaupt ein Quentchen sachlicher Argumente vorzuweisen. Selbstverständlich spielt dieses braune Machwerk auch mit den Ängsten der von Sozialabbau gebeutelten Bürger; auch hier gibt es deutliche Parallelen zu dunklen Kapiteln in der deutschen Geschichte“ erklärt Monika Gärtner-Engel, Ratsfrau für AUF-Gelsenkirchen. Der berechtige Kampf gegen die ultrareaktionäre Milli Görres könne nicht mit der Verweigerung religiöser Bauten geführt werden!

Gärtner-Engel gibt ferner ihr Missfallen zum Ausdruck, dass „wieder einmal“ – hier mit der Postzustellung – Mechanismen in Gelsenkirchen nicht greifen, die in anderen Städten Erfolg hatten.

„Ich fordere alle Parteien in Gelsenkirchen auf, dieses Vorgehen einhellig zu verurteilen und dazu Wahlkampf und Konkurrenz-Spielchen wie „Wer sind die besseren Antifaschisten“ über Bord zu werfen. In Köln hat die Einigkeit aller Verantwortlichen in dieser Frage die Bürger unterstützt und letztendlich zum Erfolg geführt. Das sollte hier auch möglich sein!“ meint Gärtner-Engel abschließend, die sich ansonsten auch diesbezüglich klar positioniert, dass K.G. Hauer nichts mehr in der Emscherstrasse verloren hat.

Gemeinsame Erklärung der Landtagsabgeordneten Markus Töns, Heike Gebhard (SPD) und Oliver Wittke (CDU):

Die in diesen Tagen verteilte Postwurfsendung der Vereinigung “pro NRW” gegen die geplante Moschee an der Schüngelbergsiedlung dient nicht dazu, den sozialen Frieden in Gelsenkirchen zu erhalten. Mit pauschalen Vorurteilen versucht “pro NRW” Ängste bei den Menschen zu schüren und die Gesellschaft zu spalten. Statt aufzuklären, verbreitet “pro NRW” ausländerfeindliches Gedankengut, indem der Islam und seine Gotteshäuser generell diffamiert und bekämpft werden.

Wir sind stolz auf das Grundrecht auf Religionsfreiheit, das eine Grundlage der Entstehung der Freiheitsordnung des Grundgesetzes war. Dieses Grundrecht entspricht der abendländisch-christlichen kulturellen Verwurzelung Deutschlands. Deshalb müssen auch die Moscheen für alle Gläubigen offen stehen, unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder Nationaltät. Moscheen müssen in guter Nachbarschaft mit ihrem Umfeld leben und transparent sein. Sie müssen sich auch – wie die christlichen Kirchen – schwierigen Fragen stellen und Positionen beziehen, die es den Gläubigen ermöglichen, im Einklang mit unseren demokratischen Werten zu leben. Dass dies gelingen kann, hat der Bau der Moschee in Duisburg-Marxloh gezeigt.

Die Sorgen und Befürchtungen der Bevölkerung nehmen wir ernst. Sie müssen im Dialog mit allen Beteiligten aufgegriffen und gelöst werden. Das Bürgerbegehren der rechtspopulistischen Vereinigung “pro NRW” aber setzt nicht auf Dialog, sondern auf Konfrontation und Ausgrenzung. Deshalb rufen wir alle demokratischen Kräfte in Gelsenkirchen auf, mit dafür Sorge zu tragen, dass Gelsenkirchen weiterhin eine weltoffene und tolerante Stadt bleibt, in der das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen von Verständnis und Akzeptanz geprägt ist.
Die Linke:

Linke-Sprecher Ralf Herrman:

Mit Entsetzen habe ich das Exemplar von PRO NRW zur Kenntnis nehmen müssen. Allein das Bild einer Moschee auf der Startseite ist völlig überzogen, denn eine Moschee in dieser Größe ist gar nicht geplant. Dieses Bild soll meines Erachtens lediglich Ängste schüren und das ist unredlich. Eine Moschee in Gelsenkirchen zu planen und zu bauen kommt unseren ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu Gute und hilft der Integration und dem Verständnis anderen Kulturen gegenüber.

Der Verfasser behauptet ferner, dass DIE LINKE den Mittelstand zerstören will, so einen Unfug habe ich lange nicht gelesen! Das Gegenteil ist der Fall. Den Mittelstand zu fördern und zu stützen ist das Anliegen unserer Partei DIE LINKE. Eine Gewerbesteueranhebung für den Mittelstand plant DIE LINKE nicht. Dass die Fraktion dieses in Gelsenkirchen fordert, widerspricht unserem Verständnis von Mittelstandspolitik.

Pro NRW behauptet Unternehmen in Gelsenkirchen – den Mittelstand – zu fördern, ich frage mich aber, weshalb dies nicht geschieht. Die Postwurfsendung, 80.000 Exemplare, ist in Köln gedruckt worden, nicht in Gelsenkirchen, obwohl hier Druckereien auch jeden Cent benötigen. Also Pro NRW, wie glaubwürdig seid ihr denn?

CDU Rotthausen:

Vorstandsmitglied Henning Voß erklärt: Die CDU Rotthausen distanziert sich ausdrücklich von jedweden Aktionen der Bürgerbewegung “Pro NRW und “Pro Gelsenkirchen”!

In ihrer jüngsten Aktion (einer Briefwurfsendung an 80.000 Haushalte in Gelsenkirchen) scheinen die “Ewig-Gestrigen” sich nun ein neues Ziel für ihre Hetzkampagnen und Stammtischparolen gesucht zu haben: die Glaubensfreiheit. Schaut man sich jedoch einmal die personelle Aufstellung dieser Gruppierung an, stellt man überraschend schnell fest wer sich hinter dieser angeblich so bürgerfreundlichen Vereinigung versteckt.

Sowohl die Vorstandsmitglieder von “Pro Gelsenkirchen”, als auch die des Dachverbandes “Pro NRW”, erweisen sich als Personen des rechten (wenn nicht gar “braunen”) Spektrums und blicken fast ausnahmslos auf eine politische Vergangenheit in der NPD oder den REPUBLIKANERN zurück. Dies scheint demnach ein schlichter Versuch zu sein die Bürger unserer Stadt mittels eines neuen Namens zu täuschen und sich hinter einer angeblich gut bürgerlichen Fassade zu verstecken.

Die CDU bekennt sich ausdrücklich zur Freiheitlich Demokratischen Grundordnung, welche die Glaubensfreiheit als eines der höchsten Güter der Menschen ansieht und diese nicht umsonst auch im Grundgesetz unserer Republik verankert ist. Aber auch bei den Sachargumenten scheinen sich die Damen und Herren von “Pro Gelsenkirchen” zu keinem Zeitpunkt eines Gesetzbuches oder den konkreten Plänen zum Moscheenneubau bedient zu haben und weisen sogar selbst in ihrer Bildunterschrift auf die Tatsache hin, dass die Grundlage ihrer “Stimmungsmache” aktuell gar nicht “in Planung” sein.

Die Meinungsfreiheit der Mitglieder von “Pro Gelsenkirchen” in Ehren, aber die Grenze des politisch Vertretbaren dürfte bei dieser Unkenntnis der Grundlagen der Demokratie und einer solchen Verdrehung von Tatsachen wohl deutlich überschritten sein.

Links: http://hometown-glory.de/

http://dennis.initiative-links.de/

Kaum Zeit

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Leider habe ich mom.  nur wenig Zeit für die Weiterführung hier. Es wird aber, in naher Zukunft, weitergehen. Nur Geduld…. Kevin!

T.

Written by progelsenkirchen

Oktober 23, 2008 at 11:13 pm

Veröffentlicht in Neues aus Gelsenkirchen

Alles hat ein Ende…

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….so auch der so genannte Anti-Islamisierungs-Kongress der Faschisten von Pro-Köln, bzw. Pro-NRW. Dass es Faschisten sind, habe sie uns fast schon selbst eindrucksvoll mit den TV-Bildern aus dem Flughafen Köln-Bonn gezeigt. Selbst „Glatze, Bomberjacke und Springerstiefel“ waren dort vertreten, ich dachte, die wären hier in der Gegend ausgestorben, das ist wohl nicht so! Pro-Köln wird jetzt eine Zeit lang weinerlich auf die Polizei und Stadt Köln schimpfen und zumindest auf ihren Webseiten weiterhin lügen was das Zeug hält.

Tatsache ist, die ganzen Gegenaktionen haben ihre Wirkung gezeigt. Vielen Dank an dieser Stelle an die Kölner Bürger und alle anderen Gruppen, die sich an den Gegenaktionen beteiligt haben.

Wir werden uns hier demnächst weitestgehend nur noch um Pro-Gelsenkirchen und Kevin Gareth Hauer kümmern, den Erfolg aus Köln müssen wir auch nach Gelsenkirchen tragen! In den nächsten Tagen werden die Beiträge zu Pro Köln ins Archiv verschoben und dort die Niederlage nochmal zusammengefasst, für die Nachwelt, sozusagen!

Ach, den Kevin soll es laut der einen und anderen Online-Zeitung am Rheinufer in Köln erwischt haben. Das tut uns sehr leid, Kevin! Ich hoffe, es geht dir gut. Es ist wirklich schlimm, diese Gewalt. Und Faschisten sind ja auch irgendwie Menschen, da sollte einem das doch leid tun, oder?

Bis demnächst, T.

Written by progelsenkirchen

September 21, 2008 at 2:26 pm

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Die heiße Phase beginnt – Anti-Islamisierungs-Kongress blockieren!

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AUFGESTANDEN! HINGESETZT! BLOCKIERT!
Internationalen RassistInnenkongress in Köln verhindern!

Vom 19. bis zum 21. September 2008 wollen RassistInnen und NeofaschistInnen aus ganz Europa in Köln einen so genannten „Anti-Islamisierungs-Kongress“ durchführen. Auf Einladung der selbsternannten „Bürgerbewegung pro Köln“ wollen bis zu 1000 Rechte verschiedenster Couleur (vom klassischen Neonazi bis hin zu Rechtskonservativen) unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Islamkritik ihre Propaganda gegen Menschen anderer Herkunft und Religion verbreiten.

Ein breites Bündnis an Organisationen und Initiativen ruft zu Massenblockaden gegen den Kongress auf.
Weitere Infos unter www.hingesetzt.mobi

Freitag, 12. September:
ProKöln Pressekonferenz an diesem Freitag!

ProKöln will am Freitag Vormittag in den Fraktionsräumen auf dem Heumarkt eine Pressekonferenz durchführen. Lassen wir dieses Vorhaben nicht unkommentiert!

Treffpunkt: 10:30h vor den Fraktsionsräumen von ProKöln am Heumarkt. Seid kreativ!

Le-Pen-Sprecher: „Pro Köln“ lügt

Von Ingmar Keller, 16.09.08, 12:39h, aktualisiert 16.09.08, 16:31h
Jean-Marie Le Pen, Führer der ultrarechten „Front national“ in Frankreich, wird nicht am „Anti-Islamisierungskongress“ in Köln am Wochenende teilnehmen. Laut Le Pens Sprecher Alain Wizier sei ein Besuch in Köln niemals geplant gewesen. Auch Le Pens Büro in Brüssel weiß nichts von einer solchen Vereinbarung.
KÖLN/BERLIN – Der Führer der ultrarechten „Front national“ in Frankreich, Jean-Marie Le Pen, wird nicht an dem „Anti-Islamisierungskongress“ in Köln am 19. und 20. September teilnehmen. „Ein Besuch in Köln war niemals geplant und wird auch nicht stattfinden,“ sagte Le Pens Sprecher Alain Wizier dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Er bezeichnete die Veranstalter des Kongresses, die rechtsextreme Gruppierung „Pro Köln“, als „Lügner“. Die Zentrale des „Front national“ in Saint-Cloud bei Paris stehe in keinem Kontakt mit der Gruppierung und habe Meldungen über die angebliche Teilnahme Le Pens an der Kölner Veranstaltung mehrfach dementiert. Es sei deshalb erstaunlich, dass immer noch das Gegenteil behauptet werde. Le Pen werde am Wochenende in Nizza sein.

„Pro Köln“ dagegen kündigt Le Pens Auftritt nach wie vor an. Es gebe eine entsprechende Vereinbarung mit dem Büro des rechtspopulistischen Politikers in Brüssel. Auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ hieß es dort jedoch, man wisse nichts von dieser Verabredung.

Written by progelsenkirchen

September 10, 2008 at 10:58 pm

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Pro Köln:Chronik einer Irrfahrt

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Einfach nur, weil es so schön ist!

Der erste Tag des so genannten Anti-Islamisierungskongresses wird zum peinlichen Chaos für die Organisatoren. Eine Chronologie der Ereignisse:

9.30 Uhr, Bezirksrathaus Nippes: Bernd Schössler, Bürgermeister im Kölner Stadtbezirk Nippes, eröffnet auf einem Parkplatz neben dem Bezirksrathaus die ungewöhnlichste Sitzung seiner Amtszeit. Es geht darum, ein Zeichen gegen die von „Pro Köln“ zunächst angekündigte, am Vortag dann abgesagte „Fraktionssitzung“ in dem Amtsgebäude zu setzen. „Braun ist in Nippes unerwünscht“, ruft der Sozialdemokrat. Im Rathaus läuft der normale Betrieb. Das Treiben von „Pro Köln“ „soll keinesfalls unsere Dienstleistungen für die Bürger in Frage stellen“, sagt Stadtdirektor Guido Kahlen. Die Stadtverwaltung hat vorsorglich Personal eines privaten Wachdienstes eingesetzt. Ungefähr zeitgleich verkündet „Pro Köln“ den bis dahin geheim gehaltenen Treffpunkt für eine „internationale Pressekonferenz“. Es ist das Startzeichen für eine Irrfahrt, die von nun an Polizei, Gegendemonstranten und Medien auf Trab halten wird.

10.45 Uhr, Bezirksrathaus Rodenkirchen: Das Rathaus ist von Polizeikräften abgesperrt. CDU-Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner sagt: „Wir wissen von nichts. Wir lassen die aber auf keinen Fall hier ihre Sitzung abhalten.“ Ungefähr 200 Demonstranten aus dem linken Spektrum warten. Ein „Pro Köln“-Ratsmitglied wird attackiert, als er die Journalisten mit Handzetteln über den Tagesablauf versorgen will. Polizisten müssen ihn schützen. Die Journalisten sollen zum Rhein gehen.

11 Uhr, Bootsanleger Rodenkirchen: Die Antifa ist schneller als die Polizei, die von der hier startenden Schiffsfahrt nichts weiß. An der Uferböschung erwarten bis zu 50 Protestler die rechtsextremen „Kongress“-Teilnehmer. Wenig später fliegen Steine. Fünf Demonstranten versuchen, das Schiff zu stürmen. Zwei werden von Polizeikräften aufgehalten, die anderen drehen freiwillig um. Ein Stein schlägt in einer Fensterscheibe ein. Der Kapitän der „Moby Dick“, ein Rheindampfer der Bonner Personenschifffahrt, kriegt Panik, wirft den Diesel an. Später wird er sagen: „Wir wussten nicht, wer auf dem Schiff ist. Die haben uns reingelegt und behauptet, dies sei ein Ausflug von Rechtsanwälten.“ Ein Großteil der „Rechtsanwälte“ ist nicht schnell genug, sie bleiben am Ufer zurück, als „Moby Dick“ flüchtet.

11.20 Uhr, „Pressekonferenz“ auf dem Schiff: Die Rechtsradikalen nutzen die Dom-Kulisse für ihren Auftritt. „Pro Köln“-Parteichef Markus Beisicht spricht davon, dass „hochkarätige politische Prominenz“ an Bord sei. Von der ultrarechten „Front national“ des Jean-Marie Le Pen ist niemand vertreten. Der Generalsekretär der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei Österreichs, Harald Vilimsky, spricht vom „Totalversagen der Sicherheitskräfte“.

11.35 Uhr, Rhein, Höhe Niehler Hafen: Es ist geplant, dass die Schiffspassagiere in Busse für eine Stadtrundfahrt durch „Multikulti-Problemviertel“ umsteigen, doch das Schiff kann nicht anlegen. Die Fahrt führt in den Niehler Hafen. „Moby Dick“ sei nicht mehr fahrtüchtig und müsse anlegen, heißt es seitens Pro Köln. Das wird die Wasserschutzpolizei später dementieren. In Niehl wird das Schiff stundenlang warten, weil die Fußgängerbrücke Am Molenkopf von ungefähr 50 Demonstranten besetzt ist. Die Polizei macht keine Anstalten, die Brücke zu räumen. Beisicht berichtet, bei der überstürzten Abfahrt habe man die Gäste der „British National Party“ verloren.

12 Uhr, Moschee in Ehrenfeld:Auf der Venloer Straße stehen rund 500 Menschen vor der Moschee der Türkisch-Islamischen Union (Ditib). Die Kölner SPD-Bundestagsabgeordnete Lale Akgün und der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Jürgen Roters streifen sich neongelbe Westen über. Darauf steht: „Köln stellt sich quer.“ Eine Gruppe türkischer Frauen reiht sich in die Demonstration ein. Jede von ihnen trägt ein Kopftuch. „Wir wollen den Gegenprotest unterstützen.“, sagt Selva Basel, 44-jährige Hausfrau aus Ehrenfeld. Alt-Oberbürgermeister Norbert Burger ist gekommen, Stephan Articus, vom Deutschen Städtetag und Polizeipräsident Klaus Steffenhagen. Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU) sagt, was „Pro Köln“ mit dem vorgeblichen Kongress veranstalte, „hat mit Demokratie nichts zu tun“. Bezirksbürgermeister Josef Wirges ruft ein ums andere Mal: „Ehrenfeld ist bunt, nicht braun“.

14 Uhr, Anleger Zoobrücke: Der Bus für die Kongressteilnehmer, der hier gewartet hat, ist plötzlich verschwunden. Die Polizei weiß von nichts. „Wir erfahren hier zuletzt, wo die an Land kommen“, sagt der Chef der Hundertschaft. „Wir fahren den ganzen Tag von A nach B und wieder zurück.“

14.30 Uhr, Mülheim, Keupstraße: Von den zeitweise bis zu 100 Demonstranten und Anwohnern sind nur wenige übriggeblieben. Dass hier irgendwann noch ein Bus mit Rechten vorbeikommt, glaubt niemand mehr. Ali Demir, Ehrenvorsitzender der Interessengemeinschaft Keupstraße, sitzt in der Sonne und trinkt Tee. „Die Busfahrt wäre eine Provokation gewesen“, sagt er. „Dem musste man sich entgegenstellen. Schön zu sehen, dass wir dabei viele Freunde haben.“

14.30 Uhr, Rhein, Höhe Niehler Hafen: „Pro“-Chef Beisicht rennt auf das zweite Deck, klopft an die Türe des Schiffspersonals. Er will, dass man nach Leverkusen gebracht wird. Aus dem Hintergrund ruft ein „Pro Köln“-Vertreter: „Die lassen uns hängen.“ Beisicht fordert, der Bus aus Rodenkirchen solle nach Leverkusen kommen und dort die „Kongressteilnehmer“ abholen. Ein Kellner beschwert sich. „Morgen sind wir ausgebucht beim Rhein in Flammen in St. Goar“, sagt der Mann. „Aber mit den zerstörten Scheiben können wir nicht fahren.“ Ein rechtsextremer Funktionär läuft mit einer Liste durchs Unterdeck und will Unterschriften sammeln: „Hier, wir machen eine Strafanzeige gegen die Polizei wegen Freiheitsberaubung.“Der Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche beschwert sich beim Einsatzleiter der Polizei. Dann verkündet er, dass das Boot endlich Richtung Innenstadt losfahre. Die Stimmung wird besser – aber nur bis zur Mülheimer Brücke. Der Kapitän will nicht drunter her fahren, weil oben Demonstranten stehen. Dafür wird er als „feiges Schwein“ beschimpft. Es fliegen ein paar Steine aufs Deck.

15.25 Uhr, Anleger Zoobrücke: Polizeisprecher Wolfgang Baldes informiert am Rheinufer darüber, dass die Busfahrer für die Stadtrundfahrt abgesprungen sind.

15.35 Uhr, Rhein, nördlich der Zoobrücke: Die Polizei überreicht „Pro Köln“ auf dem Schiff eine schriftliche Verfügung, wonach die Bustour mit den geplanten Stopps an der Ehrenfelder Moschee und in der Keupstraße untersagt ist. Polizeipräsident Steffenhagen wertet die Tour als „eine öffentliche Vorführung bestimmter Bevölkerungsgruppen und damit eine nicht hinzunehmende Provokation“. Einsatzleiter Michael Temme wirft den Rechten vor, „Katz und Maus“ mit der Polizei zu spielen und mit „Unwahrheiten zu agieren“. „Moby Dick“ legt an.

15.35 Uhr, Anleger Zoobrücke: „Pro NRW“-Funktionär Jürgen Clouth geht Stadt-Anzeiger-Reporter Detlef Schmalenberg an: „Sie machen da eine persönliche Sache draus. Passen Sie gut auf sich auf.“ Beisicht fragt die Polizei, wie man von der Anlegestelle wegkomme. „Sie können sich gerne ein Taxi bestellen“, antwortet der leitende Polizeibeamte. Beisicht kommentiert: „Das Volk kann stolz auf seine Polizei sein.“ „Moby Dick“ hat wieder abgelegt. Der Kapitän ruft fast verzweifelt durch die Lautsprecher: „Wir haben nichts damit zu tun. Wir haben nichts damit zu tun.“ Zurück bleiben ratlose Funktionäre. Über die Displays der Kölner Taxifahrer läuft der Rundruf, den Bereich Zoobrücke / Konrad-Adenauer-Ufer weiträumig zu meiden. Die europäische Rechte weiß nicht weiter.

16.30 Uhr, Anleger Zoobrücke: Nach einer Stunde wird die Situation völlig bizarr. Die Belegschaft des Arbeitsgerichts Düren zieht an Demonstranten, Polizisten, Medien und den Rechtsextremen vorbei, um vom Schiffsanleger zur letzten Etappe ihres Betriebsausflugs zu starten. Es wird laut und lustig. Ein viertes Schuljahr geht mit an Bord. Beisicht und Co nutzen diese Möglichkeit nicht. Einige der europäischen Gäste haben zwischenzeitlich still und heimlich das europaweite Bündnis verlassen und ziehen zu Fuß von dannen.

18 Uhr, Anleger Zoobrücke: Die Polizei rät einmal mehr, doch endlich zu gehen. Demonstranten sind kaum mehr da. Die Rechten haben trotzdem Angst, Polizei und Medien keine Lust mehr. Schließlich chauffieren Zivilpolizisten die Rechten zu ihrem Hotel.

19.15 Uhr, Holiday Inn, Grengel: Managerin Hiltrud Wendling kündigt den Rechtsextremen, die einzeln reserviert hatten, das Mietverhältnis aus besonderem Grund. In der Nacht zum Freitag sei sie von der Bundespolizei darüber informiert worden, dass sie die Zimmer an Rechtsextreme aus Europa vermietet habe. Auch der Tisch für das Abendessen im Porzer Yachthafen wird gekündigt. Die rechtsradikale Truppe hatte sich dort als Geburtstagsgesellschaft angemeldet.

MIT NETTEN LEUTEN UMGIBT SICH PRO KÖLN!

Written by progelsenkirchen

September 19, 2008 at 8:21 pm

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